Termineinladung: „Hundegrillen“ in Koblenz – PETA Streetteam protestiert am Samstag mit provokanter Aktion gegen Speziesismus

Ein Aktiver steht vor einem Hundegrill, weitere Aktive halten Schilder

Hundefleisch mit Ketchup: Am Samstag findet in Koblenz ein ausgelassenes „Hunde-Barbecue“ statt. Was das PETA Streetteam mit einer Hundeattrappe auf einem Standgrill nachspielt, wäre für die meisten Menschen wohl ein Grund, die Polizei zu rufen. Auf einem Banner steht die entscheidende Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ Die Protestierenden machen mit dieser Aktion auf den in der Gesellschaft verbreiteten Speziesismus aufmerksam, also auf die Diskriminierung bestimmter Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit.

Details zur Aktion:

Datum: Samstag, 13. Juni 2026
Uhrzeit: 14:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Richard-Wilke-Platz, Koblenz
Kontakt vor Ort: Freddy Nova Klein (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

„Egal ob Hund, Schwein oder Mensch, alle Tiere leiden gleich“, so Streetteam-Leitung Freddy Nova Klein. „Mit unserer Aktion appellieren wir an die Menschen, speziesistisches Denken zu hinterfragen und statt der Leichenteile eines misshandelten Individuums leckeres Gemüse oder vegane Fleischalternativen auf den Grill zu legen.“

Ungleichbehandlung aufgrund von Speziesismus

Die meist unterschiedliche Behandlung von geliebten „Haustieren“ und ausgebeuteten „Nutztieren“ basiert auf speziesistischem Denken. Speziesismus ist die Abwertung empfindungsfähiger Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten wie Schweine, Rinder oder Hühner. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Diese Denkweise führt dazu, dass Menschen glauben, sie hätten das Recht, sogenannte Nutztiere auszubeuten. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-)gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht.

Über 750 Millionen getötete Lebewesen pro Jahr – wie tierlieb sind wir wirklich?

Viele Menschen nehmen beim Konsum von Fleisch und anderen Produkten tierischer Herkunft das getötete Lebewesen dahinter nicht wahr. Allein in Deutschland sind jährlich über 750 Millionen Landlebewesen für Fleisch-, Milch- und Eierproduktion überwiegend in engen Ställen eingesperrt. Dort leiden sie oft unter betäubungslosen Verstümmelungen wie Enthornungen, Kastrationen oder dem Abschneiden von Schwänzen und Schnäbeln. Im Schlachthof erfolgt das Töten häufig unter unzureichender Betäubung, wodurch die Tiere durch langsames Verbluten einen extrem qualvollen Tod erleiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob „Bio“- oder konventionelle Haltung – alle Tiere sterben lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung.

Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins

Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht mit die größten Umweltprobleme unserer Zeit. Aus wirtschaftlichen Gründen halten Landwirte immer mehr Tiere. Mit ihrer Anzahl wächst unter anderem der Gülleausstoß und somit die Belastung des Grundwassers. In deutschen Tierhaltebetrieben kommen Hunderte Tonnen Antibiotika zum Einsatz; einen großen Teil davon scheiden die Tiere wieder aus. Mit der Gülle gelangen somit auch Medikamentenreste und resistente Keime in die Umwelt. Die Auswirkungen, etwa durch Antibiotikaresistenzen, sind nicht abschätzbar.

Das PETA Streetteam Koblenz ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Ein Aktiver steht vor einem Hundegrill, weitere Aktive halten Schilder

Dieses und weitere Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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