Uhlstädt-Kirchhasel / Stuttgart, 8. August 2019 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge verletzte ein Unbekannter in der Nacht von Freitag auf Samstag eine schwangere Kuh auf einer Weide bei Neusitz schwer. Die Kuh stand mit 22 weiteren Rindern auf der Wiese. Trotz sofortiger tierärztlicher Behandlung konnte sie nicht mehr gerettet werden. Ihr ungeborenes Kalb überlebte den Angriff. Die Kriminalpolizei Saalfeld hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 03672-4170 um Zeugenhinweise.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den oder die Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
„PETA möchte helfen, diese Tat aufzuklären und den oder die Tierquäler zu überführen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Der Täter muss zur Rechenschaft gezogen und weitere mögliche Anschläge auf Tiere verhindert werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück. PETA fordert für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen – beispielsweise auch bei den Übergriffen auf Pferde in Thüringen in diesem Jahr sowie bei dem Anschlag auf eine Kuh, die am 20. Juni auf einer Weide in der Nähe des Fährweges in Coswig von Unbekannten verletzt wurde.
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Themen/Kaelber
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]
Uhlstädt-Kirchhasel: Tierquäler verletzt schwangere Kuh tödlich – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus
8. August 2019
