Nathan Goldblat und Lewinray decken mit PETA-Ermittlerin illegalen Welpenhandel auf: Berliner Polizei beschlagnahmt vier viel zu junge Hundebabys

Links: die Influencer halten die geretteten Hundewelpen. Rechts: die PETA Mitarbeiterin hält einen Hundewelpen vor einem Polizeifahrzeug

Anfang November konnte eine PETA-Ermittlerin mit der Unterstützung der beiden Influencer Nathan Goldblat und Lewinray zwei Fälle von illegalem Welpenhandel aufdecken. Kriminelle Händler hatten noch viel zu junge Pomeranian-Welpen aus Serbien und Russland eingeführt, um die sogenannten Modehunde hochpreisig zu verkaufen. Die Polizei wurde hinzugerufen und beschlagnahmte die vier Hundebabys. Der Verkauf von zu jungen, illegal importierten Tierkindern ist ein Verstoß gegen das Tierschutz- und das Tierseuchengesetz. Auf ihren Social Media-Kanälen mit einer Reichweite von sieben Millionen Followern informieren die beiden Influencer über das Leid der häufig kranken und zu früh von ihren Müttern getrennten Welpen. Gemeinsam mit PETA appellieren sie an die Bevölkerung, Tiere niemals zu kaufen, sondern einen künftigen vierbeinigen Freund aus den überfüllten Tierheimen zu adoptieren.  

„Der illegale Welpenhandel ist ein Multimillionenbusiness. Über 60 Prozent der Hunde und Katzen werden laut neuesten Informationen der EU-Kommission mittlerweile über Onlineportale erworben. Viele der Tiere stammen aus dem kriminellen Handel, aus Zuchtanlagen, in denen Lebewesen wie Ware behandelt werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir danken Nathan und Lewin, dass sie ihre Stimmen reichweitenstark in ihren Communitys für die Welpen einsetzen. Gemeinsam konnten wir das Leben von vier kleinen, illegal gehandelten Hundebabys retten!“

„Mit dieser Aktion möchte ich Menschen die Augen öffnen. Über 350.000 Tiere warten jedes Jahr in deutschen Tierheimen, die dringend ein Zuhause suchen. Durch unsere Aufdeckung sollen Menschen dazu ermutigt werden, Tiere zu adoptieren und nicht über Internetportale zu kaufen“, so Nathan Goldblat. „Es war mega cool, ein Teil der Aufdeckung gewesen zu sein und ich hoffe dazu beizutragen, den illegalen Welpenhandel zu stoppen“, ergänzt Lewinray.

PETA war online auf zwei dubiose Annoncen gestoßen. Als Kaufinteressierte getarnt, trafen die PETA-Ermittlerin und die beiden Influencer einen Verkäufer auf dem Parkplatz eines Einrichtungshauses in Schönefeld. Dieser war mit Tierkindern aus Kaliningrad angereist. Der zweite Händler gab als Übergabeort eine Wohnung in Lichtenrade an. Dort hatte er die beiden Welpen zeitweise auf dem Balkon gehalten.

Welpenhandel ist kein Einzelfall

Pomeranians werden derzeit als sogenannte Trendhunderasse besonders häufig aus dem illegalen Handel verkauft. Händler verlangen für die Tierbabys häufig mehrere tausend Euro. Nach der Kontaktaufnahme über Onlineportale werden die Tiere oft mit gefälschten Heimtierausweisen an ihre neuen Halter verkauft. Nicht selten kommen die Hundekinder aus Osteuropa und Russland. Dort sind die Muttertiere auf Welpenfarmen tagtäglich gezwungen, teils ohne Tageslicht in engen Käfigen in ihren eigenen Fäkalien auszuharren. Viele von ihnen leiden an schmerzhaften Hautkrankheiten. Die Mütter erfüllen in ihrem kurzen Leben in der Branche nur einen Zweck: dauerhaft Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt. Ihre im Internet angebotenen Kinder sind oftmals schwer krank, verwurmt, ohne Impfschutz und voller Parasiten. Die Transporte aus fernen Ländern nach Deutschland schwächen die Welpen zusätzlich.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Links: die Influencer Nathan und Lewinray halten die beschlagnahmten Hundewelpen. Rechts: eine PETA Ermittlerin steht vor einem Polizeifahrzeug und hält einen beschlagnahmten Hundewelpen
Links: Die Influencer Nathan Goldblat und Lewinray deckten mit PETA illegalen Welpenhandel auf. / © PETA Deutschland e.V.
Rechts: Vier viel zu junge Pomeranian-Welpen wurden beschlagnahmt und in Sicherheit gebracht. / © PETA Deutschland

Beide Fotos und zwei weiter stehen hier zum Download für Sie zur Verfügung und können für die Berichterstattung genutzt werden.

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