Hinweise gesucht: Einer Polizei-Meldung zufolge hat ein Fußgänger am Neujahrsmorgen fünf tote Hundewelpen am Monheimer Rheinufer entdeckt. Laut Polizei fand der 40-Jährige die toten Welpen rechts und links neben einem Trampelpfad, als er diesen entlang ging.
Zwei der toten Tiere lagen einzeln auf dem Boden, die drei anderen unter einem Stein von Treibgut bedeckt. Die Polizei Monheim am Rhein hat ein Verfahren wegen einer Straftat gemäß Tierschutzgesetz eingeleitet und bittet unter 02173-9594-6350 um Hinweise.
„Wir möchten helfen aufzuklären, von wem die Hundekinder derart achtlos entsorgt wurden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Nicht selten handelt es sich bei solchen Totfunden um Opfer aus dem illegalen Welpenhandel – beispielsweise um Hunde, die zuvor an Viruserkrankungen litten und nicht medizinisch versorgt wurden. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach dem skrupellosen Täter unterstützen, der sich für den Tod der Welpen schuldig macht. Wer mit Lebewesen so umgeht, muss bestraft werden, bevor weitere Tiere gefährdet werden.“
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter und Halterinnen die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
Adoptieren statt kaufen
Hunde beim Züchter zu kaufen, verschärft die Notsituation von heimatlosen Tieren. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,6 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der an der Tat beteiligten Personen zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
