Köln: Hühner in S-Bahn ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte in der S-Bahn-Linie S6 von Essen nach Köln das Erste-Klasse-Abteil in einen provisorischen Hühnerstall umfunktioniert. Am Endbahnhof Köln-Worringen entdeckte der Lokführer drei Hühner auf einer ausgelegten Strohschicht. Er informierte umgehend die zuständigen Behörden. Bundespolizei, Feuerwehr und die Tierrettung Köln waren im Einsatz. Die Hennen befinden sich mittlerweile in der Obhut der Tierrettung. Die Bundespolizei hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Hühner sind fühlende Lebewesen und keine Requisiten für fragwürdige Aktionen. Sie gehören nicht in Zugabteile, sondern in eine sichere, artgerechte Umgebung. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wenig manche Menschen über die Bedürfnisse von Tieren wissen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Hühner einfach in der S-Bahn auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, um die Hintergründe zu klären.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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