Im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin haben rund 350 Tierärztinnen und Tierärzte ein schnelles und verbindliches Ende der Anbindehaltung von Rindern gefordert. In einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) schildern sie das unzumutbare körperliche und psychische Leid, das die Tiere in dieser Haltungsform ertragen müssen. Außerdem werfen die Unterzeichnenden der Bundesregierung vor, ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung zu blockieren. PETA-Fachreferentin Julia Weibel kommentiert:
„Rund 1 Million Rinder werden in Deutschland noch immer in Anbindehaltung fixiert. Und das, obwohl die Haltungsform den Tieren alle arteigenen Bedürfnisse verwehrt, unserer Einschätzung nach gegen das Tierschutzgesetz verstößt und strafbar ist. Auch die Staatsanwaltschaft Köln hat 2025 in einem von PETA zur Anzeige gebrachten Fall bestätigt, dass die Anbindehaltung eine Straftat sein kann. Es ist deutliches Politikversagen, dass diese einfache Anwendung des Tierschutzrechts in der täglichen Praxis bis heute aussteht. Wir danken den Tierärztinnen und Tierärzten herzlich, dass sie sich nun geschlossen und öffentlich für dieses längst überfällige ausdrückliche Verbot aussprechen – ein Verbot, das auch PETA bereits seit Jahren fordert.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
