Veterinäramt der Stadt Dortmund unter den tierfreundlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2025 / Fische in trostlosem Aquarium gehalten – Veterinäramt holt Tiere wegen nicht artgerechter Haltung aus Restaurant

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Top oder Flop? Auch für das Jahr 2025 hat PETA wieder die besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden gekürt. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden.

Fische lebten unter trostlosen Umständen in Restaurant

Im November 2025 erhielt PETA eine Whistleblower-Meldung über eine vermutlich nicht artgerechte Haltung von Fischen in Dortmund. Laut Meldung lebte mutmaßlich ein Goldfisch allein in einem „trostlosen“ Aquarium eines Restaurants. Diese sind sehr soziale Tiere und sollten niemals allein gehalten werden. PETA informierte daraufhin umgehend die zuständige Veterinärbehörde der Stadt Dortmund. Die Tierrechtsorganisation bat um eine Kontrolle der Haltung vor Ort sowie um die Anordnung geeigneter Maßnahmen, um dem Fisch ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Kurze Zeit später ergab die Rückmeldung der Behörde, dass der Hinweis berechtigt war und mehrere dort lebende Fische aus der Haltung genommen und in einer Pflegestelle untergebracht wurden. Für dieses schnelle und verantwortungsvolle Handeln wurde die Behörde in die Top 5 der tierfreundlichsten Veterinärbehörden 2025 aufgenommen.

„Wir waren sehr froh über das schnelle und konsequente Einschreiten der zuständigen Behörde in diesem Fall“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Fische können nicht mit uns kommunizieren und als Laie ist es sehr schwierig, zu erkennen, ob die Tiere leiden. Dass die Behörde die Meldung sofort verfolgt und die Fische aus der Haltung genommen hat, war genau richtig. Denn sie haben, genauso wie andere Lebewesen, ein artgerechtes Leben ohne Leid verdient. Wir hoffen, dass viele Behörden dem Beispiel folgen und egal bei welcher Tierart im Sinne des Tierschutzes agieren.“

Tierrechtsorganisation meldet Hunderte Fälle jährlich

Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei, Hunderte Fälle jährlich. Die Tierrechtsorganisation kontrolliert zudem, ob und wie diese Ämter daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während vielerorts in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Veterinärämter, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht genügend umsetzen.

Seit 2012 kürt die Tierrechtsorganisation jährlich die aus Tierschutzsicht positiv oder negativ aufgefallenen Veterinärämter. Im Ranking wird stets die gesamte Behörde genannt, auch wenn oftmals einzelne Amtstierärzte positiv oder negativ hervorstachen.

PETA rät Zeugen von Tierquälerei: Nach Meldung bei Veterinärbehörde beharrlich bleiben

Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde ihrer Stadt oder ihres Landkreises wenden. Es ist ratsam, Beobachtungen detailliert und sachlich zusammenzufassen. Besonders hilfreich ist Bild- und Videomaterial. Empfehlung von PETA: Nach der Meldung beim Veterinäramt unbedingt so lange nachhaken, bis der Missstand beseitigt ist. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Zeugen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter Tierquälerei.de/Tierquälerei-melden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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