Michelin Green Guide wird 100: Unternehmen entfernt Tourismusangebote mit Tieren aus Reiseführern und beendet Verkauf von Leder — PETA feiert diesen Schritt

Ein Mann schlägt mit einem Stock auf ein Kamel ein, sodass es zum Aufstehen gezwungen wird.

Mit einer wegweisenden Entscheidung zu seinem 100-jährigen Bestehen hat das Unternehmen Michelin der Tierrechtsorganisation PETA bestätigt, künftig weder Lederwaren zu verkaufen noch mit dem Grünen Reiseführer „touristische Aktivitäten mit Tieren“ wie Elefanten- und Kamelritte zu empfehlen. Die neueste Ausgabe, Der Grüne Reiseführer Spanien, setzt zudem ein Zeichen, indem Michelin ausdrücklich darauf hinweist, dass der Stierkampf eine „grausame und schwindende Tradition“ ist. Michelin Éditions erklärte: „Wir sind überzeugt, dass es notwendig ist, Inhalte zu präsentieren, die verantwortungsvollen Tourismus fördern, wozu auch das Wohl der Tiere gehört. Daher wurden Aktivitäten, die Misshandlungen verursachen können, aus unseren Reiseführern entfernt.“

„Kamelritte und Stierkämpfe sind Schauspiele des Leidens und der Michelin Grüne Reiseführer handelt richtig, indem er diese grausamen und archaischen Aktivitäten ins Geschichtsbuch verbannt“, so Tracy Reiman, Präsidentin von PETA USA. „PETA feiert Michelin dafür, der Tourismusbranche zu zeigen, dass selbst eine hundert Jahre alte Institution sich weiterentwickeln kann – und muss, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass wir heute verstehen, dass Tiere Individuen sind, die Schmerz und Angst empfinden.“

Reiseführer lehnt Angebote ab, die Tieren schaden

Der Michelin Reiseführer zählt weltweit zu den renommiertesten und einflussreichsten Publikationen, die Elefantenritte, Kamelritte und andere Angebote ablehnen, die Tieren schaden – insbesondere vor dem Hintergrund von PETA-Enthüllungen. Die Tierrechtsorganisation hatte unter anderem dokumentiert, wie Anbieter von Pferde- und Kamelritten an den Großen Pyramiden von Gizeh in Ägypten erschöpfte Tiere, die Touristen in brütender Hitze ziehen müssen, schlagen.

Wie Michelin betont, nimmt die öffentliche Missbilligung des Stierkampfs stetig zu: Acht von zehn Spaniern lehnen das blutige Spektakel inzwischen ab. Bei Stierkämpfen treiben Angreifer dem Stier zunächst Lanzen in Rücken und Nacken. Danach rammen sie ihm Banderillas in den Rücken. Wenn der Stier schließlich durch den Blutverlust geschwächt ist, versucht ein Matador, das Tier zu töten, indem er ihm ein Schwert in die Lunge stößt oder mit einem Messer das Rückenmark durchtrennt. Der Stier kann gelähmt, aber noch bei Bewusstsein sein, wenn seine Ohren oder sein Schwanz abgeschnitten und dem Matador als Trophäe präsentiert werden. Danach wird sein Körper aus der Arena geschleift.

Auch die Entscheidung, den Verkauf von Leder einzustellen, ist ein Gewinn. Zum einen für Kühe, die Verstümmelungen und die Tötung im Schlachthaus erleiden müssen – und zum anderen für den Planeten: Die Lederindustrie trägt erheblich zur Klimakatastrophe, Zerstörung von Landflächen, Umweltverschmutzung und zur Verunreinigung von Gewässern bei.

Ein Mann schlägt mit einem Stock auf ein Kamel ein, sodass es zum Aufstehen gezwungen wird.

Dieses und ein weiteres Bild können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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