Nach Demos von PETA Streetteams und anderen Tierrechtsgruppen: idee. Creativmarkt streicht Pinsel aus Rotmarder-Haar aus dem Sortiment

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Nach bundesweiten Aktionen von PETA Streetteams und anderen Tierrechtsgruppen hat der idee. Creativmarkt bekanntgegeben, Pinsel aus Rotmarder-Haar aus dem Sortiment zu nehmen. Aktuelle Bestände sollen noch abverkauft werden. Die Tierrechtsorganisation begrüßt die Entscheidung, denn für die Echtpelz-Pinsel leiden unzählige Tiere. Unter anderem werden sibirische Feuerwiesel in Pelzfarmen gehalten oder in der Natur gefangen und getötet, um aus ihrer Schwanzspitze sogenannte Kolinsky-Rotmarder-Pinsel herzustellen.

„Kein Pinselstrich der Welt rechtfertigt, dass Tiere für ihr Fell in Fallen sterben oder gewaltsam getötet werden. Umso wichtiger ist die Entscheidung von idee. Creativmarkt, diese Pinsel aus dem Sortiment zu nehmen und damit ein erstes wichtiges Signal gegen den Handel mit tierquälerischen Produkten zu setzen“, so Björn Thun, Fachreferent für Bekleidung und Textil bei PETA. „Wir hoffen, dass idee. Creativmarkt diesen Weg weitergeht und kein Tier mehr für Produkte in den Regalen leiden muss. Wir appellieren an alle Unternehmen, Kreativität endlich tierfreundlich zu gestalten.“

Seit Sommer 2025 protestierten zahlreiche Tierrechtsgruppen, darunter auch PETA Streetteams, bundesweit mit wiederkehrenden Aktionen vor Filialen von idee. Creativmarkt, um das Unternehmen dazu zu bewegen, den Verkauf von Pinseln aus dem Pelz getöteter Tiere dauerhaft zu beenden. Unter anderem haben sich Gerry Weber, SinnLeffers, Peek & Cloppenburg, Hallhuber, Bogner sowie die Berlin Fashion Week bereits offiziell zu einer pelzfreien Unternehmensstrategie verpflichtet.

Unsichtbares Leid im Kreativregal

Pinsel aus Marderhaar werden häufig ohne nähere Informationen als „Kolinsky“ oder „Sable“ beworben und verschleiern damit, dass das Produkt aus Pelz besteht. Vorgaben für eine verpflichtende und transparente Tierhaar-Kennzeichnung fehlen in Deutschland und der EU. [1] Die sogenannten Rotmarderpinsel bestehen dabei aus dem Fell von verschiedenen Wieselarten, vor allem dem des sibirischen Feuerwiesels. Für die Herstellung der Pinsel werden auch Wildtiere getötet, meist durch Schlingen- oder Todschlagfallen. Oftmals sind die Tiere in den Fallen nicht direkt tot, sondern sterben langsam und qualvoll – oft über mehrere Stunden. [2, 3] Werden sie lebend gefangen, werden sie mittels Genickbruch getötet.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] TierWelt (01.12.2026): Wenig Haare, viel Leid. Online abrufbar unter: https://www.tierwelt.ch/artikel/wildtiere/wenig-haare-viel-leid-411669. (13.04.2026).
[2] Aktion Tier (27.08.2025): Pinsel mit Tierhaar. Online abrufbar unter: https://www.aktiontier.org/artikel/pinsel-mit-tierhaar. (13.04.2026).
[3] Vegan Beauty Blog (29.04.2011): Pinselkunde: Woher stammt das Haar? Online abrufbar unter: https://www.kosmetik-vegan.de/erbse/pinselkunde-woher-stammt-das-haar/. (13.04.2026).

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