PETA erreichte Ende März ein anonymer Hinweis auf eine am 19. April geplante Fischereiveranstaltung des Sportfischervereins Schnelldorf e.V. Laut den Angaben sollten bei dem „Fish-Opening“ Forellen, die erst etwa 48 Stunden vor der Veranstaltung ins Wasser gesetzt werden sollten, direkt wieder herausgeangelt werden. Diese grausame Praxis nennt sich „Angelcircus“ und verstößt gegen die Fischereivorschriften. Aus diesem Grund hat die Tierrechtsorganisation umgehend das zuständige Veterinäramt im Kreis Ansbach informiert. Einer hinweisgebenden Person zufolge wurde die Veranstaltung jetzt abgesagt.
„Wir danken den meldenden Personen und den Mitarbeitenden des Veterinäramtes, dass sie das Leben zahlreicher Lebewesen gerettet haben“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Kein Tier, egal ob es Beine hat oder Flossen, Haare oder Schuppen, sollte an einem Haken aufgespießt, erschlagen und zerstückelt werden!“
Fische spüren Schmerz und brauchen unseren Schutz
Fische sind neugierige, fühlende Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben und kommunizieren mittels vielfältiger Laute, über Körpersprache und Gerüche. Außerdem schließen sie Freundschaften, lernen, geben ihr Wissen weiter und beschützen ihren Nachwuchs. [1] Internationale wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, kommt in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten“. [2]
Forschung zeigt: Fische sind hochintelligent
Studien ergaben, dass Putzerfische ihr Gesicht auf Fotos und im Spiegel wiedererkennen [3] und Seebrassen Tauchende an der Farbe ihrer Ausrüstung voneinander unterscheiden können. [4] Forschende der Universität Bonn fanden heraus, dass Fische addieren und subtrahieren können. [5] Professorin Dr. Vera Schlüssel schließt aus den Experimenten, dass Menschen andere Tierarten tendenziell unterschätzen – besonders jene, die nicht zu den Säugetieren zählen. [6] Eine Studie von Februar 2026 zeigt außerdem, dass Putzerfische (Labroides dimidiatus) nicht nur ihr Spiegelbild erkennen, sondern auch mit dem Spiegelbild interagieren, indem sie ein Stück Nahrung benutzen. Dieses Verhalten gilt als „Kontingenzprüfung“ und deutet auf hohe kognitive Fähigkeiten hin. Es wurde auch bei Delfinen beobachtet. [7]
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
