Kammeltal: Fuchs durch Schlagfalle getötet – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise / Tierrechtsorganisation fordert Verbot von Schlagfallen in Bayern

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Tätersuche: Laut einem Medienbericht entdeckte ein Revierverantwortlicher am vergangenen Dienstag in Kammeltal einen toten Fuchs. Demnach wurde das Tier durch eine Schlagfalle getötet und im Rieder Wald südlich von Waldheim am Wegrand abgelegt. Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise nehmen die Polizeiinspektion Burgau unter der Telefonnummer 08222-96900 oder die Polizeiinspektion Krumbach unter 08282-9050 entgegen.

PETA setzt Belohnung aus und fordert Verbot von Schlagfallen in Bayern

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Sowohl die illegalen als auch die legal durch die bayerischen Jäger ausgelegten Schlagfallen verursachen unermessliches Leid für zahlreiche Füchse, Marder und andere Tiere. Wir fordern deshalb die Bayerische Landesregierung auf, ein klares Verbot auszusprechen und diese grausamen Geräte endlich aus den Wäldern zu verbannen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

Bestimmte Arten von Schlagfallen dürfen in acht Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin von Jagdausübungsberechtigten verwendet werden – so auch in Bayern. In acht Bundesländern sind sie bereits verboten, weil sie oft nicht sofort töten und auch artgeschützte Tiere darin gefangen werden. Da auch legal ausgelegte Schlagfallen viel Tierleid verursachen, fordert PETA ein generelles Verbot der Fallenjagd in Deutschland.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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