Video zeigt angebundene und verzweifelte Greifvögel bei Ritterfest auf Schloss Diedersdorf – PETA appelliert an Veterinäramt Teltow-Fläming, Zurschaustellung der Tiere zu unterbinden

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PETA erreichten Beschwerden zum Ritterfest, das am 18. und 19. April 2026 auf Schloss Diedersdorf stattfand. Videoaufnahmen zeigen einen Falken und einen Adler, die in einer Menschenmenge schreiend und flatternd versuchen, der stressvollen Situation zu entkommen. Da sie auf dem Arm des Falkners und einer Besucherin sowie auf einem Metallstab angebunden sind, werden ihre Fluchtversuche abrupt beendet. Das Zurschaustellen der sensiblen Vögel auf einem belebten Fest ist aus Sicht von PETA tierschutzwidrig und bedeutet erheblichen Stress für die Wildtiere. Die Tierrechtsorganisation appellierte daher am 29. April an das zuständige Kreisveterinäramt Teltow-Fläming sowie an den Veranstalter, künftig den unfreiwilligen Einsatz von Greifvögeln auf derartigen Veranstaltungen zu unterbinden.

„Falken und Adler werden hier zu Ausstellungsstücken degradiert. Tiere, die in Freiheit gehören, waren auf dem Ritterfest auf Schloss Diedersdorf über längere Zeit Menschenmengen und direktem Kontakt mit Besuchern ausgesetzt. Die Fluchtversuche der verzweifelten Vögel sind herzzerreißend“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Es ist nicht akzeptabel, dass Tiere derart ausgenutzt werden. Wir hoffen, dass Veranstalter und Behörden dem Tierschutz eine höhere Priorität einräumen als dem Unterhaltungsfaktor.“

PETA erhält jedes Jahr Beschwerden von Besuchern von Mittelaltermärkten und Ritterfesten, auf denen Greifvögel, Falkenartige und Eulen als vermeintliche Attraktion präsentiert werden. Meist sind sie an kurzen Lederriemen festgebunden und werden teils sogar mitten durch das Publikum getragen. Versuche, sich dem Stress durch Wegfliegen zu entziehen, werden durch die Anbindung unmöglich gemacht. Solche Veranstaltungen vermitteln dem Publikum PETAs Ansicht nach ein problematisches Bild, indem sie tierquälerische Praktiken als Unterhaltung darstellen und die Bedürfnisse der Wildtiere ignorieren. In Falknereien ist die sogenannte Anbindehaltung gängig. Ein natürliches, selbstbestimmtes Flugverhalten wird den Tieren oft gänzlich verwehrt.

Gemäß des Gutachtens „über Mindestanforderungen an die Haltung von Greifvögeln (Accipitriformes, Falconiformes) und Eulen (Strigiformes)“ (BMLEH, 2024) wird „die Zurschaustellung von Greifvögeln oder Eulen an ständig wechselnden Orten (einschließlich Flugschauen) und deren Haltung in mobilen Einrichtungen […] abgelehnt.“

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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