Tierrechtsorganisation fordert bundesweites Verkaufsverbot von Schlagfallen
Tätersuche: Laut einer Meldung des Tierschutzvereins Beeskow e.V. an PETA ist ein Fuchs am 5. Mai in ein illegal aufgestelltes Tellereisen im Westen von Beeskow geraten. Das Tier steckte am Rande eines Grundstücks mit dem linken Hinterbein in der Schlagfalle fest. Offenbar hatte der Fuchs sie dorthin geschleppt. Die Hinweisgeber vermuteten wegen seines Zustands, dass er bereits längere Zeit darin gefangen war. Aufgrund der schweren Verletzungen tötete ein Jäger den Fuchs. Die herbeigerufene Polizei war vor Ort und nahm Ermittlungen auf. Wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wird PETA in Kürze bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten.
„Der Tierquäler, der das Tellereisen ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft schwer verletzt fest und leidet unter Todesangst und entsetzlichen Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Auch Menschen können schwer verletzt werden. Solche Schlagfallen sind frei verkäuflich, daher fordern wir von der Bundesregierung ein generelles Verkaufs- und Anwendungsverbot in Deutschland.“

Dieses und ein weiteres Bild können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
Schlagfallen weiterhin häufig im Einsatz
Die Anwendung von Tellereisen ist bereits seit 1995 EU-weit verboten, der Verkauf jedoch nicht. Mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes, welches 2021 von der „GroKo“ vorgelegt wurde, sollte endlich auch ein Handelsverbot für Tellereisen beschlossen werden. Der Entwurf wurde jedoch in letzter Minute verworfen. Andere Arten von Schlagfallen dürfen in einigen Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin von Jagdausübungsberechtigten verwendet werden.
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Das Motto der Organisation lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
