PETA-Tipps zum Internationalen Tag des Meeres – Expertin erklärt, wie Menschen Meerestieren wirksam helfen können

PETA Logo

Die Tragödie um den Buckelwal Timmy, der sich im Frühjahr in die Ostsee verirrt hatte, sorgte bundesweit für Anteilnahme. Seine Geschichte verdeutlicht, wie stark das Überleben von Meerestieren, ungeachtet ihrer Größe, von intakten Lebensräumen abhängt. Während Organisationen weltweit für neue Schutzgebiete auf hoher See und strengere Regeln für Tiefseebergbau, Unterwasserlärm und Meeresverschmutzung kämpfen, können auch Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihre Alltagsentscheidungen dazu beitragen, die Bewohner der Meere zu schützen. Zum Internationalen Tag der Meere erklärt Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA, wie es gelingt:

„Timmy bewegte auch deshalb viele Menschen, weil wir alle mitverantwortlich sind für sein Leid und er stellvertretend für die Schutzbedürftigkeit aller Meerestiere steht. Nicht nur ein einzelner Wal, sondern Milliarden fühlende Meeresbewohner leiden unter der Ausbeutung der Ozeane. Wer sich pflanzlich ernährt, trägt dazu bei, dass weniger Tiere für den menschlichen Konsum getötet und die Meere vor Netzen geschützt werden sowie wertvolle Lebensräume erhalten bleiben. Ob Fisch, Garnele oder Wal – jedes Tier möchte leben.“

Der 8. Juni wurde 1992 als Aktionstag zum Schutz der Ozeane auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und wird seit 2009 jährlich begangen. Unabhängig hiervon wurde später das internationale Ziel formuliert, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen wirksam zu schützen.

PETAs Tipps:

Wale durch pflanzliche Ernährung schützen: Die industrielle Fischerei verursacht weltweit die meisten Todesopfer und zählt zu den größten Bedrohungen für viele Meeresökosysteme. Sie ist verantwortlich für den Tod von Billionen Wassertieren sowie die Verschmutzung der Meere durch Geisternetze. Durch sogenannten Beifang ertrinken Tausende Delfine und Wale in den Netzen. Wer sich pflanzlich ernährt, kann konkret dazu beitragen, auch Wale und Delfine zu retten. Mehr dazu erfahren Sie hier: PETA.de/Themen/Wale-retten

Meeresschutzgebiete ohne Fischerei fördern: Damit Fische, Wale, Delfine und andere Meeresbewohner in ihren Lebensräumen zur Ruhe kommen können, fordert PETA Meeresschutzgebiete ohne Fischerei. So sollen Rückzugsorte geschaffen werden, in denen sich Tiere ungestört bewegen und ihre Populationen erholen können. Mehr dazu hier: PETA.de/Kampagnen/Meeresschutzgebiete

Garnelen vom Speiseplan streichen: In der industriellen Zucht werden weiblichen Garnelen die Augenstiele entfernt, damit sie sich häufiger fortpflanzen. Der schmerzhafte Eingriff dient allein der Produktionssteigerung. Zudem gehen für Garnelenfarmen weltweit wertvolle Küstenökosysteme wie Mangrovenwälder verloren. Wer keine Garnelen isst, wirkt nicht nur dieser entsetzlichen Praxis entgegen, sondern trägt dazu bei, Umweltbelastungen zu reduzieren. Mehr dazu hier: PETA.de/Themen/Garnelen

Gegen den Walfang auf den Färöerinseln aktiv werden: Bei Grindwaljagden werden auf den Färöern jährlich mehrere Hundert bis tausend Pilotwale und andere Delfine getötet. In Buchten zusammengetrieben werden sie vor den Augen ihrer Artgenossen erstochen und verbluten langsam und qualvoll. Obwohl das Walfleisch kaum noch verzehrt wird, hält die Regierung an der vermeintlichen Tradition fest. Unterschreiben Sie unsere Petition für ein Ende des Massakers: PETA.de/aktiv/Färöer-Walfang-Petition

Hummer schützen statt verzehren: Hummer und andere Krebstiere sind empfindungsfähige Tiere, die beim Transport Stress und beim Töten Angst und Schmerzen empfinden. In Deutschland gibt es bislang keine gesetzliche Pflicht zur Betäubung von Hummern, im Gegensatz zu anderen Ländern. Wer das Leid der Zehnfußkrebse verhindern möchte, wählt pflanzliche Alternativen. Mehr Informationen und die PETA-Petition zur Einführung einer Betäubungspflicht gibt es hier: PETA.de/aktiv/Betäubungspflicht-Hummer-Petition

Lachse in Freiheit leben lassen: Lachse legen auf ihren Wanderungen oft Tausende Kilometer zurück und kehren zum Laichen in die Flüsse zurück, in denen sie geboren wurden. Eingesperrt in Aquakulturen, auf engstem Raum, können sie ihr natürliches Verhalten nicht ausleben. Katastrophale Haltungsbedingungen führen zu hohem Krankheitsdruck und belasten die Ökosysteme. Wer sich für den Schutz der Tiere einsetzen möchte, sollte die PETA-Petition unterstützen: PETA.de/aktiv/Lachszucht-Malchow-Petition

Aus der Aquadom-Katastrophe lernen: Beim Bruch des Berliner Aquadoms starben 2022 fast alle der rund 1.500 gehaltenen Fische. Trotzdem sollen im geplanten Großaquarium „Ocean Berlin“ unter anderem Haie, Kraken und Korallenfische in künstlichen Lebensräumen ausweglos eingesperrt und ausgestellt werden. Viele der Meeresbewohner werden dafür ihrer Heimat entrissen. Bitte unterstützen Sie das Vorhaben nicht durch einen Besuch. Hier können Interessierte gegen das Projekt protestieren: PETA.de/aktiv/Ocean-Berlin-Petition

Krakenzuchtverhindern: Auf Gran Canaria soll die weltweit erste Kraken-Aquakultur entstehen und sollen Oktopusse als Fleischlieferanten missbraucht werden. In den beengten Becken können die hochintelligenten Einzelgänger ihre komplexen Bedürfnisse nicht ausleben. Auch die ökologischen Folgen stehen in der Kritik: Um die Kraken zu ernähren, werden große Mengen anderer Meerestiere benötigt, und Abwässer belasten die umliegenden Meeresökosysteme. Hier geht es zur Petition: PETA.de/aktiv/Krakenfarm-Gran-Canaria-Petition

Orcas in Betonbecken? Das muss enden! In Freiheit leben Orcas oft in Familienverbänden, jagen gemeinsam und gehen zusammen auf Wanderungen. Fristen sie ihr Dasein in einem Park wie Sea World oder Loro Parque, können sie, von ihren Familienmitgliedern getrennt, allemal im Kreis schwimmen. Die Folgen der Gefangenschaft – Verhaltensstörungen und Depressionen – sind weitgehend bekannt. Setzen Sie auf tierfreundliche Freizeitangebote und fordern Sie TUI auf, keine Tickets mehr für Meeresparks mit Orcas und Großen Tümmlern zu verkaufen: PETA.de/Kampagnen/TUI

Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Kontakt

Kontakt
Kopieren