Termineinladung: TUI profitiert vom Leid der Orcas – PETA-Streetteam demonstriert in Orca-Morphsuits vor dem TUI Reisebüro in Düsseldorf

Aktivist:innen protestieren vor einer TUI-Filiale mit Bannern, Schildern und Orca-Bodypainting gegen den Verkauf von Tickets für Delfinarien oder Meereszoos. Sie fordern den Reisekonzern auf, keine Angebote mehr zu unterstützen, für die Orcas in Gefangenschaft leiden müssen.

Antiquierte Vorstellung der Freizeitgestaltung: Trotz zahlreicher Proteste verkauft der Touristikkonzern TUI weiterhin Eintrittskarten und Reisen zu Meeresparks wie SeaWorld und Loro Parque. Um das Unternehmen endlich zu einem Umdenken zu bewegen, demonstriert das freiwillige PETA-Streetteam Düsseldorf am Samstag ab 11:30 Uhr vor dem TUI Reisebüro in Düsseldorf. Zwei Aktive machen in Orca-Morphsuits auf das Leid der Tiere aufmerksam. PETA fordert das Unternehmen auf, sich anderen Reiseanbietern anzuschließen und nicht länger vom Elend der Meeressäuger zu profitieren.

Details zur Aktion:

Datum: Samstag, 20. Juni 2026
Uhrzeit: von 11:30 bis 12:30 Uhr
Ort: TUI Reisebüro, Quirinstr. 1A, 40545 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Stolz (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„In Meereszoos schwimmen Orcas und andere Delfine in kargen Betonbecken, anstatt weite Ozeane zu durchqueren. Sie sind den Pumpengeräuschen sowie dem Lärm von Musik und Publikum ausgesetzt und werden für Shows trainiert, welche die Kassen der Zoos klingeln lassen“, so Streetteam-Leitung Stefanie Stolz. „TUI muss erkennen, dass Mitgefühl mehr zählt als Profit. Es ist höchste Zeit, sich verantwortungsbewusst zu zeigen und die Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen zu beenden.“

Orcas leiden in Gefangenschaft enorm

Im offenen Ozean schwimmen Orcas mehr als 200 Kilometer am Tag, leben in engen Familienverbänden, spielen, lernen und geben ihr Wissen weiter. Jede Familie hat einen eigenen Dialekt. In Gefangenschaft hingegen sind sie in engen Betonbecken eingesperrt und werden oft in unnatürlichen Gruppen gehalten. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Meeressäuger sowohl psychisch als auch körperlich stark unter ihrer Gefangenschaft leiden. [1] Das führt häufig zu Angriffen, Verletzungen und sogar zum Tod der Tiere: Mehr als vierzig Orcas sind bei SeaWorld bereits gestorben, oft im Kindes- und Jugendalter. Im Loro Parque auf Teneriffa starben seit 2021 vier Orcas, darunter die zweijährige Ula.

PETA informiert TUI seit Jahren über das Leid von Orcas und anderen Delfinen, die in Meereszoos in Betonbecken eingesperrt sind und oft bereits in jungen Jahren sterben, und ruft das Unternehmen in Gesprächen, bei Aktionen und mit Petitionen auf, Delfinarien weltweit aus seinem Reiseangebot zu streichen. ZahlreicheReiseunternehmen sind diesen Schritt schon gegangen, darunter namhafte Unternehmen wie DERTOUR, Airbnb und Club Med. Die meisten führenden Reiseunternehmen, darunter auch der Konkurrent Jet2holidays, haben ihre Werbung für Delfingefängnisse eingestellt. TUI verkauft immer noch Tickets für Delfinarien weltweit, darunter das berüchtigte SeaWorld in Orlando (Florida) und andere Meereszoos wie den Loro Parque auf Teneriffa (Spanien).

Auch Sarah Connor setzt sich mit einem eindrucksvollen Unterwasser-Motiv für die Freiheit von Orcas ein. Zudem forderte sie TUI auf einer Aktionärsversammlung letztes Jahr auf, die Geschäftsbeziehungen zu den Meereszoos zu beenden.

Das PETA Streetteam Düsseldorf ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Aktivist:innen protestieren vor einer TUI-Filiale mit Bannern, Schildern und Orca-Bodypainting gegen den Verkauf von Tickets für Delfinarien oder Meereszoos. Sie fordern den Reisekonzern auf, keine Angebote mehr zu unterstützen, für die Orcas in Gefangenschaft leiden müssen.

Dieses und ein weiteres Bild stehen hier zum Download zur Verfügung.

Sarah Connor schwimmt symbolisch im Wasser und ist dabei hinter Gitter gesperrt.
Sarah Connor setzt ihre Stimme für Meeressäuger ein. / © Timon Koch

Das Bild kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden. 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Marino, Lori; Rose, Naomi A.; Visser, Ingrid N.; Rally, Heather; Ferdowsian, Hope; Slootsky, Veronica (2020), „The Harmful Effects of Captivity and Chronic Stress on the Well-Being of Orcas (Orcinus orca)“. Journal of Veterinary Behavior 35: 69–82. Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1016/j.jveb.2019.05.005 (16.06.2026).

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