Ottweiler: Neugeborenes Katzenbaby neben Container ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge entdeckten Passanten am Dienstag, dem 23. Juni, ein wenige Tage altes Katzenbaby neben einem Container in Ottweiler. Unbekannte hatten das Tier dort zusammen mit einer Tüte Katzenstreu zurückgelassen. Das Alter des Katzenkindes wird auf fünf Tage geschätzt. An seinen Pfoten wurden Blasen festgestellt, die vermutlich durch die Hitze entstanden sind. Die Finder alarmierten Helfer des Tierheims Linxbachhof. Das Katzenkind wurde zu einer Pflegestelle gebracht, wo es rund um die Uhr versorgt wird. Dort erhielt es den Namen Malou. Bei einer Kontrolle der Umgebung und der Container fanden die Helfenden keine weiteren Katzenkinder.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.

„Wir wollen aufklären, wer den kleinen Malou bei den hohen Temperaturen zurückgelassen und damit seinen Tod in Kauf genommen hat. Eine solche Tat kann bei den betroffenen Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Das Katzenkind einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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