PETA zeichnet die vegan-freundlichsten Hochschulmensen Deutschlands 2026 aus

PETA Logo

Hauptmensa des Studierendenwerks Dortmund erzielt zweiten Platz

Die pflanzliche Ernährung ist an deutschen Hochschulen angekommen. Im Mensa-Ranking der Tierrechtsorganisation PETA erreichten in diesem Jahr 35 von 57 bewerteten Hochschulmensen und Studierendenwerken die Gold-Kategorie. Das zeigt: Vegane Angebote gehören an vielen Universitäten inzwischen zum gastronomischen Standard. Die Hauptmensa des Studierendenwerks Dortmund erzielt dabei eine Top-Platzierung: Mit 98 von 100 möglichen Punkten teilt sie sich gemeinsam mit der Mensa CAMPO des Studierendenwerks Bonn den bundesweit zweiten Platz.

„Immer mehr Hochschulen erkennen, dass pflanzliche Verpflegung nicht nur den Tieren zugutekommt, sondern auch Klima und Umwelt schont und den Bedürfnissen vieler Studierender gerecht wird“, so Tobias Schaylo, Senior Corporate Engagement Manager bei PETA. „Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Mensen vegane Gerichte inzwischen selbstverständlich in ihr Angebot integrieren und deren Ausbau strategisch vorantreiben.“

Umfangreiches veganes Angebot überzeugt auf ganzer Linie

Die Hauptmensa des Studierendenwerks Dortmund zählt zu den vegan-freundlichsten Hochschulmensen Deutschlands. Mit ihrem umfangreichen pflanzlichen Angebot zeigt sie, wie vielfältig und attraktiv moderne Hochschulgastronomie gestaltet werden kann. Besonders positiv bewertet wurden die täglichen veganen Hauptgerichte, die große Angebotsvielfalt, die Pflanzenmilch ohne Aufpreis sowie die regelmäßigen Aktionswochen. Auch die konkreten Pläne zum weiteren Ausbau des pflanzlichen Angebots flossen positiv in die Bewertung ein. Die Hauptmensa macht vegane Verpflegung für Studierende sichtbar, zugänglich und selbstverständlich.

Neues Bewertungssystem

Für das Hochschul-Mensa-Ranking 2026 hat PETA ihr Bewertungssystem weiterentwickelt und auf vier zentrale Kriterien fokussiert. So konnten die teilnehmenden Mensen ihre Angaben einfacher erfassen und die Ergebnisse noch besser verglichen werden. Bewertet wurden das vegane Speisenangebot, die Preisgestaltung, Transparenz und Kennzeichnung sowie erstmalig die Zukunftsstrategie der Einrichtungen. Die Bewertung erfolgte auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in die Kategorien Gold, Silber und Bronze unterteilt.

Pflanzliche Angebote werden immer mehr zum Standard

Die Ergebnisse zeigen eine erfreuliche Entwicklung: 35 Einrichtungen erreichten die Gold-Kategorie, 19 die Silber-Kategorie und drei die Bronze-Kategorie. Viele Hochschulmensen bieten inzwischen täglich mehrere vegane Gerichte an, kennzeichnen pflanzliche Optionen klar und schaffen Preisvorteile gegenüber nicht-veganen Gerichten. Zahlreiche Studierendenwerke setzen zudem auf Aktionswochen, neue Rezeptentwicklungen und langfristige Ausbaupläne.
Eine aktuelle Studie zeigt zudem, dass pflanzliche Gerichte besonders häufig gewählt werden, wenn sie als Standardoption angeboten werden. Werden Gerichte mit tierischen Produkten nur auf Nachfrage ausgegeben, entscheiden sich Studierende in der überwiegenden Mehrheit der Fälle für die pflanzliche Variante. [1]

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Sodexo (2023): Serving Up Plants by Default. Online abrufbar unter: https://betterfoodfoundation.org/wp-content/uploads/2023/05/Exec-Summary_Serving-Up-Plants-by-Default.pdf. (30.06.2026).

Kontakt

Kontakt
Kopieren