Hund in Auto auf Supermarktparkplatz in Havixbeck zurückgelassen – PETA warnt: Auch mit Klimaanlage lebensgefährlich

Tierrechtsorganisation fordert Einzelhandel und Behörden auf, Hunde bei Hitze in Gebäuden zu erlauben

Havixbeck / Stuttgart, 30. Juni 2026 – Laut einem Medienbericht ließ eine Frau am Samstagnachmittag ihren Hund im Auto auf einem Supermarktparkplatz in Havixbeck zurück. Passanten entdeckten das Tier und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Innenraum des Autos aufgrund der eingeschalteten Klimaanlage noch kühl war. Dennoch warnt die Feuerwehr ausdrücklich davor, Tiere im Auto zurückzulassen. PETA schließt sich diesem Appell an und weist darauf hin, dass auch eine eingeschaltete Klimaanlage keine Sicherheit bietet. Technische Defekte können jederzeit zu einem Ausfall der Kühlung führen, sodass sich das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizt. Die Tierrechtsorganisation appelliert zudem an den Einzelhandel und an Behörden, Hunde in ihren Räumlichkeiten zu erlauben, damit Tierhalter ihre Vierbeiner nicht im Auto zurücklassen. 

„Eine eingeschaltete Klimaanlage vermittelt vielen Menschen ein falsches Sicherheitsgefühl. Doch Technik kann jederzeit versagen – etwa durch einen Defekt, einen leeren Akku oder weil sich das Fahrzeug automatisch abschaltet. Das kann für die eingesperrten Tiere tödlich enden“, so Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin bei PETA. „Deshalb sollten Hunde grundsätzlich niemals im Auto zurückgelassen werden, auch nicht mit eingeschalteter Klimaanlage.“

Brenzlige Situationen vermeiden und im Ernstfall schnell handeln

Bei hohen Temperaturen entwickelt sich in kleinen Räumen wie Gartenlauben sowie auf Balkonen oder in Fahrzeugen schnell starke Hitze. Hunde sollten sich in dieser Zeit auf gar keinen Fall über eine längere Zeit dort aufhalten, denn sonst droht Lebensgefahr für die Vierbeiner. Auch ein schattiger Platz auf einem Balkon sorgt nicht für Abkühlung. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand.

Entdecken Menschen an einem warmen Tag einen Hund im Auto oder eingesperrt auf einem Balkon oder in einer Gartenlaube, ist schnelles Handeln gefragt. Sollten die Halter nicht auffindbar sein, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Befindet sich der Hund bereits in Todesgefahr – Anzeichen dafür sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen – sollten Tierfreunde in Betracht ziehen, die Scheibe am Auto einzuschlagen. Dies kann unter Umständen rechtlichen Streit nach sich ziehen, allerdings sind PETA keine Fälle bekannt, in denen Tierrettern juristische Nachteile entstanden sind. Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und das Tier noch außer Gefahr sein, lässt sich der Fahrzeughalter ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto oder von dem Balkon befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden der inneren Organe umgehend tierärztlich untersucht werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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