Nach Ausbruch im Mai: Behörden beschlagnahmen sechs Tiger aus Zirkushaltung von Carmen Zander – PETA: „Dass zwei Tiger weiterhin in der Haltung verbleiben, ist nicht nachvollziehbar“

Nachdem Mitte Mai ein Tiger aus einer privaten Haltung der ehemaligen Zirkusdompteurin Carmen Zander in Schkeuditz bei Leipzig entkommen war und von der Polizei erschossen wurde, haben die zuständigen Behörden gestern sechs der acht verbliebenen Tiere beschlagnahmt. PETA hatte nach dem Vorfall Strafanzeige erstattet und das Kreisveterinäramt Nordsachsen aufgefordert, die Tiger sicherzustellen. Medienberichten zufolge werden die Tiere nun nach Spanien in die Auffangstation der Tierschutzorganisation AAP gebracht. Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA, kommentiert:

„Die Wegnahme der sechs Tiger ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Tiere und die öffentliche Sicherheit. Obwohl PETA seit Jahren forderte, die Großkatzen zu befreien, musste erst ein Tiger sterben und ein Mensch schwer verletzt werden, bevor die Behörde endlich handelte. Dass jedoch zwei Tiger weiterhin in der Haltung verbleiben sollen, ist aus Tierschutzsicht nicht nachvollziehbar. Die Bundesregierung muss endlich ein Verbot der Haltung von Großkatzen und anderen Wildtieren im Zirkus und in Privathand auf den Weg bringen, um solches Tierleid zu verhindern.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Dr. Yvonne Würz senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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