Kutschenturnier in Zweibrücken bei bis zu 36 Grad geplant: PETA appelliert an Veterinäramt und Rennverein, Veranstaltung abzusagen

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Am Samstag und Sonntag sollen auf der Rennwiese in Zweibrücken jeweils ab 9 Uhr verschiedene Wettbewerbe im Kutschenfahren stattfinden. Angesichts der für Samstag erwarteten Temperaturen von bis zu 36 Grad appellierte PETA gestern an das zuständige Kreisveterinäramt Südwestpfalz sowie an den Pferdesport Westpfalz e.V., die Landesmeisterschaften an dem Tagzu untersagen beziehungsweise abzusagen. Die Hitze kann bei den Pferden zu massiven Kreislaufbelastungen, einem Hitzschlag und somit auch zum Tod führen. Sie überhitzen bis zu zehnmal schneller als Menschen [1]. Auch die Transporte können bereits eine enorme Belastung darstellen. Einige Teilnehmer reisen Medienberichten zufolge aus Frankreich an. PETA fordert ein Ende der Ausbeutung von sogenannten Pferden für Sportwettbewerbe.

„Wenn dem Veterinäramt und dem Veranstalter das Tierwohl etwas bedeutet, muss die Veranstaltung abgesagt werden. Insbesondere bei dieser Hitze gehören die Pferde auf eine schattige Weide, anstatt vor Kutschen in voller Montur zu Wettbewerben gezwungen zu werden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Eine Durchführung bei diesen Extremtemperaturen wäre skrupellos und würde einmal mehr unter Beweis stellen, dass es bei den Wettbewerben um wirtschaftliche Interessen geht.“

Viele Veranstalter reagieren

Mehrere Veranstalter haben ihre Reitturniere in den vergangenen Wochen wegen der Hitze freiwillig abgesagt oder verschoben, darunter ein Dressurturnier auf dem Klosterhof Medingen bei Bad Bevensen sowie ein Dressur- und Springturnier des Reitervereins Ilsfeld. Eine verantwortungsvolle und pferdegerechte Durchführung könne nicht gewährleistet werden [2]. Auch ein im Juni in Krefeld geplantes Galopprennen wurde aufgrund der Wetterlage kurzfristig abgesagt [3].

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Sladky, Pamela (2015): Pferde überhitzen bis zu zehnmal schneller als Menschen. In: Pferderevue. Online abrufbar unter: https://www.pferderevue.at/magazin/ausbildung/2015/06/pferde_ueberhitzenbiszuzehnmalschnelleralsmenschen.html. (13.08.2026).
[2] Koch, Alexandra (2026): Turniere in Medingen und Ilsfeld aufgrund der Hitze abgesagt. In: Hooforia. Online abrufbar unter: https://www.hooforia.com/doitride/turniere-in-medingen-und-ilsfeld-aufgrund-der-hitze-abgesagt/. (23.06.2026).
[3] GaloppOnline.de (2026): Wegen der Hitze – Krefeld sagt Renntag am Samstag ab. Online abrufbar unter: https://galopponline.de/top/breaking-news-krefeld-sagt-renntag-am-samstag-ab/. (13.08.2026).

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