Hayden Panettiere wurde durch ihre Rolle als „Hero“ im Fernsehen bekannt, doch im wirklichen Leben war sie eine Heldin für Tiere. Nur wenige Wochen vor ihrem Tod zwängte sich die Schauspielerin für eine neue PETA USA-Kampagne in eine Badewanne, um gegen Meeresparks wie SeaWorld zu protestieren. In Einrichtungen wie diesen verbringen Delfine ein Leben voller Leid und Einsamkeit in Gefangenschaft. Nun veröffentlicht PETA USA zu Ehren von Panettieres Leben und ihrem Vermächtnis des Mitgefühls die Kampagne samt emotionalem Video. Dort ruft die Schauspielerin dazu auf, keine Eintrittskarten für Meeresparks zu kaufen. Alle bei PETA bewahren ihr Andenken in Ehren. Die Welt hat eine gütige Seele verloren, die Tiere eine entschlossene Verbündete.

„Könntest du in einer Badewanne leben? Sag Nein zu Meeresparks und beende die grausame Gefangenschaft“ heißt es auf dem PETA-Motiv der Schauspielerin Hayden Panettiere. / © PETA USA
Das Motiv kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
„Könnt ihr euch ihre Frustration, ihr Trauma, ihre Depression vorstellen? Alles, was für ihr Wohlbefinden wichtig und entscheidend ist, wird ihnen entrissen. Wir können dem ein Ende setzen. Du und ich“, appelliert Hayden Panettiere im Video an die Zuschauenden. „In ihren Lebensräumen im Ozean können sie mit ihren Familien zusammen sein, tief tauchen, um der heißen Sonne zu entfliehen, und den Regen auf ihrem Rücken genießen. All das wird ihnen genommen, wenn sie in kleine Becken gesperrt werden.“ Sie beendet das Video mit der Botschaft: „Versprecht heute, niemals einen Meerespark zu besuchen, der Delfine gefangen hält. Gemeinsam können wir dieser Grausamkeit ein Ende setzen.“
Die Kampagne bildet ein letztes Kapitel in Panettieres Einsatz für Meeressäugetiere. Er begann 2007, als die damals 18-Jährige in die blutgetränkten Gewässer von Taiji in Japan paddelte und während eines jährlichen Massakers Delfinjäger konfrontierte – ein Moment, der in dem Oscar-prämierten Dokumentarfilm „The Cove“ festgehalten wurde.
Delfine leiden körperlich und seelisch in Gefangenschaft
Studien zeigen, dass Delfine in Gefangenschaft gestresst sind und sowohl körperlich als auch seelisch leiden. [1] In den Ozeanen leben die Meeressäuger in komplexen Sozialverbänden und können sich ihre Freunde aussuchen. Sie schwimmen teils mehr als 100 Kilometer am Tag und tauchen mehrere hundert Meter tief. Im Delfinarium hingegen können sie nicht in den Wellen spielen, in der Strömung treiben, gemeinsam jagen oder sich ausruhen wann sie möchten. Um die Enge und den Stress überhaupt ertragen zu können, werden Delfine in Gefangenschaft teils auch mit Psychopharmaka ruhiggestellt. Daher hat Frankreich bereits die Nachzucht und den Tausch von Delfinen in Zoos verboten und auch in Österreich, der Schweiz, Großbritannien und vielen anderen Ländern gibt es keine Delfinarien mehr. PETA Deutschland appelliert auch an die Bundesregierung, die Haltung von Delfinen zu untersagen und fordert den Reiseveranstalter TUI auf, keine Eintrittskarten mehr in Meeresparks wie den Loro Parque und SeaWorld zu verkaufen, in denen Orcas und andere Delfine eingesperrt und für Shows dressiert werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
