Bad Bramstedt: Stockente mit Luftgewehr angeschossen – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge haben Unbekannte in Bad Bramstedt auf eine Stockente geschossen. Das verletzte Tier sei bereits am 14. August an einem Teich am Verlobungsweg entdeckt worden. Eine Frau habe die Ente in den Folgetagen sichern und zu einer Wildvogelstation bringen können. Bei einer tierärztlichen Behandlung wurde ein Projektil eines Luftgewehrs im Bein des Vogels festgestellt. An dem Teich sollen noch weitere Enten Beschwerden beim Gehen gezeigt haben, sodass nicht ausgeschlossen werden könne, dass noch weitere Tiere verletzt wurden. Das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Bad Segeberg ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 04551-884-3440 Hinweise entgegen.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich telefonisch bei der Polizei oder unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Die Person, die auf die Stockente geschossen hat, muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor weitere Tiere oder auch Menschen zu Schaden kommen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wir fordern harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück. ”

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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