Termineinladung: PETA Streetteam protestiert am Sonntag in Hannover gegen Tierleid bei Circus Krone und fordert Umstellung auf tierfreies Programm

PETA Streetteam-Aktive halten ein Schild mit der Aufschrift "TIERE RAUS AUS DEM ZIRKUS!".

Auftritt trotz wiederholt dokumentierter Tierquälerei: Circus Krone gastiert derzeit in Hannover. Deutschlands größtes Zirkusunternehmen zwingt noch immer sensible Tiere – darunter auch Löwen und Tiger – zu unnatürlichen Tricks, während europaweit zunehmend Verbote für bestimmte Tierarten in Zirkusbetrieben verhängt werden. Um auf die tierschutzwidrigen Bedingungen im Zirkus aufmerksam zu machen, protestiert das freiwillige Streetteam am Sonntag vor dem Gilde-Tor in Hannover. Ein Aktiver im Dompteur-Kostüm schwingt eine Peitsche und „bedroht“ damit weitere Aktive im Löwen- und Pferdekostüm.  

Details zur Aktion:

Datum: Sonntag, 6. September 2026
Uhrzeit: 13 bis 14 Uhr
Ort: Vor Circus Krone, Gilde Tor, Bruchmeisterallee 1A, 30169 Hannover
Kontakt vor Ort: Gabriele Schlottig (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Tiere sind keine Schausteller – egal ob Löwe, Pferd oder Hund. Artwidrige Haltungsbedingungen, Dressur und Auftritte im Zirkus bedeuten für sie Stress und Leid“, so Streetteam-Leitung Gabriele Schlottig. „Mit unserer Aktion appellieren wir an Circus Krone, die Tiere endlich an Lebenshöfe, zoologische Einrichtungen oder geeignete Auffangstationen abzugeben und sie nicht länger quer durchs Land zu karren. Mit einem tierfreien Programm könnte ihnen ein sicheres und artgerechtes Leben ermöglicht werden.“

Gravierendes Tierleid bei Circus Krone

Schwere Tierquälereien sind bei Circus Krone vielfach dokumentiert. Auf PETA.de/Circus-Krone veröffentlichte Verfehlungen des Zirkus zeigen Verhaltensstörungen der Elefanten, einiger Pferde sowie der Löwen. Zudem geben sie einen Einblick in den gewaltvollen Umgang mit vielen Tieren. Videoaufnahmen der letzten Tournee zeigen unter anderem den Peitscheneinsatz, einen auf den Hinterbeinen hüpfenden Tiger und sichtlich gestresste Pferde. Whistleblower-Aufnahmen von der „Krone-Farm“ im bayerischen Weßling dokumentieren, dass die Großkatzen bei der Dressur klare Anzeichen für Angst und Stress zeigen. Ein im November 2022 von Augenzeugen aufgenommenes Video zeigt, wie beim Gastspiel in Coburg ein Zirkusmitarbeiter eines der Pferde mit einem Strick im Kopfbereich schlägt. In einem Video von 2019 ist zu sehen, wie zwei Löwinnen und ein Tiger während des „Trainings“ von Krone-Dompteur Martin Lacey mit Peitsche und Stock geschlagen werden. Hinzu kommen die katastrophalen Haltungsbedingungen bei Circus Krone: In der Regel sind die Löwen und Tiger in einem kleinen Hinterhof des Münchner Winterquartiers untergebracht. Auch während der Tournee sind die Tiere meist auf engstem Raum eingesperrt. Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und behördliche Gutachter stellten in der Tierhaltung bei Circus Krone bereits wiederholt gravierende Missstände fest.

Zukunft ohne Tierdressuren

Während in den vergangenen Jahren zahlreiche europäische Länder Regelungen erlassen haben, gibt es in Deutschland noch immer kein Zirkus-Wildtierverbot. PETA hofft, dass die neue Bundesregierung endlich ein umfassendes, bundesweites Verbot auf den Weg bringt. Allerdings könnte die Umsetzung noch Jahre auf sich warten lassen. Die Tierrechtsorganisation drängt daher weiter auf kommunale Regelungen. Das PETA Streetteam Bad Kreuznach ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

PETA Streetteam-Aktive halten ein Schild mit der Aufschrift "TIERE RAUS AUS DEM ZIRKUS!".

Das Motiv kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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