„Hell on Wheels“ vor der Agrarministerkonferenz in Würzburg: PETA konfrontiert Menschen mit den Schreien von Schweinen aus Tiertransporter

Die Hölle auf Rädern: PETAs „Hell on Wheels“ steht am Mittwoch von 10:30 bis 12:30 vor dem „Novum“ in der Schweinfurter Straße 11 in Würzburg,wo zeitgleich die dreitägige Herbst-Agrarministerkonferenz startet. Der realistisch gestaltete Schweinetransport-LKW, der so aussieht, als befänden sich darin lebende Tiere, spielt reale Tonaufnahmen von Schweinen ab, die auf dem Weg zum Schlachthof in Todesangst schreien. Mit der Botschaft „Stört Sie das? Dann leben Sie vegan“ konfrontiert PETA Passantinnen und Passanten mit dem Tierleid in der Fleischindustrie. Die Organisation fordert die Teilnehmenden der Konferenz dazu auf, den Ausstieg aus der Tierwirtschaft voranzubringen. Ende Mai 2025 hat sie einen Strategieplan veröffentlicht, der Maßnahmen für einen Umstieg auf eine tierfreie Landwirtschaft darlegt.

Details zur Aktion:
Datum: Mittwoch, 23. September 2026
Uhrzeit: 10:30 bis 12:30 Uhr  
Ort: Vor dem „Novum Conference & Events“, Schweinfurter Str. 11, 97080 Würzburg-Altstadt
Kontakt vor Ort: Ayshea Kelly(Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Für jedes Stück Fleisch wurde ein empfindungsfähiges Individuum nach einem kurzen, entbehrungsreichen Leben für seine oft stundenlange Todesfahrt in einen Transporter gezwängt. Die Verantwortlichen der Agrarpolitik sollen die Schreie der Tiere nicht überhören. Wir appellieren an sie, die notwendigen politischen Schritte für eine Landwirtschaft ohne Tierausbeutung einzuleiten“, so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA. „Unser LKW ‚Hell on Wheels‘ ist gleichzeitig ein Aufruf an alle Menschen, diese grausame Ausbeutung nicht mehr zu unterstützen und vegan zu leben.“

Grausame Praktiken in der Schweinehaltung

Für Schweine in der tierhaltenden Landwirtschaft beginnt das Leid lange vor ihrer Tötung. Ferkeln werden oftmals die Schwänze abgeschnitten, ihre Zähne mit Zangen gekürzt und die männlichen Tiere in einer traumatisierenden Prozedur kastriert. Nach rund sechs Monaten folgt der Transport: Auf engem Raum eingepfercht legen die Tierkinder unter massivem Stress, häufig mit Schmerzen und bei fast jeder Witterung teils Hunderte Kilometer zurück. Verletzungen, Herzinfarkte, Hitzestress, Durst und Kälte sind keine Seltenheit. Im Schlachthof betäuben Mitarbeitende die Tiere mittels Strom oder Gas. CO₂-Gas löst schmerzhafte Erstickungserscheinungen und damit einen Todeskampf aus – und auch die Strombetäubung ist fehleranfällig. Fehlbetäubungen sind an der Tagesordnung und führen dazu, dass Schweinen die Kehle bei Bewusstsein durchtrennt wird.

PETA legt strategischen Ausstiegsplan vor

Die tierhaltende Landwirtschaft tötet allein in Deutschland jedes Jahr rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [1] Eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft könnte das Leben künftiger Generationen sichern sowie die Folgen der Klimakatastrophe abmildern. In ihrem Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft fordert PETA die Politik zum Handeln auf und zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann. Pflanzliche Nahrungsmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen ein und können weitaus umweltschonender hergestellt werden.

Der „Hell on Wheels“ sieht aus, als befänden sich darin echte Schweine. Die im Inneren des Transporters abgespielten Schreie sind real und stammen von Tieren, die sich auf dem Weg zum Schlachthof befanden. / © PETA Deutschland e.V.

Dieses und weitere Bilder können hier heruntergeladen werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Shepon et al. (2018): The opportunity cost of animal based diets exceeds all food losses. Online abrufbar unter: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1713820115. (25.08.2026).

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