Liebenwalde: Katze Ella mutmaßlich in illegale Schlagfalle geraten und gestorben – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise 

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Tierrechtsorganisation fordert bundesweites Verkaufsverbot von Schlagfallen

Tätersuche: PETA erreichte eine Meldung von einem Katzenhalter in Liebenwalde, wonach sein Vierbeiner mutmaßlich in eine Schlagfalle geraten ist. Katze Ella sei vergangenen Freitag, 18. September, mit schweren Verletzungen nach Hause gekommen. Ihre Hinterpfote war nur noch über ein Stück Haut mit ihrem Körper verbunden, der herausragende Knochen glatt abgetrennt. Auch ihre Vorderpfote hing nur noch an einer Sehne. Trotz tierärztlicher Behandlung und Amputation eines der Beine verstarb die Vierbeinerin am Samstag. Nach Angaben des Halters geht der behandelnde Tierarzt davon aus, dass die Verletzungen wahrscheinlich von einer Schlagfalle stammen. Die Halter haben Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet.

PETA setzt Belohnung aus und fordert Verbot von Schlagfallen in Deutschland

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Der Tierquäler, der mutmaßlich die illegale Schlagfalle ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft schwer verletzt fest und leidet unter Todesangst und entsetzlichen Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt. Dem Fallenaufstellenden muss bewusst sein, dass Menschen und Tiere schwere Verletzungen davontragen können, wenn sie in eine solche Vorrichtung hineingeraten. Solche Schlagfallen sind frei verkäuflich, daher fordern wir von der Bundesregierung ein generelles Verkaufs- und Anwendungsverbot in Deutschland.“

Abgetrenntes bein der Katze Ella durch eine Schlagfalle
Verletzte Pfote der Katze Ella durch eine Schlagfalle

Ella ist mutmaßlich in eine Schlagfalle geraten und wurde so schwer verletzt, dass sie nicht überlebte. / © PETA Deutschland e.V.

Die Bilder können hier heruntergeladen werden.

Schlagfallen weiterhin häufig im Einsatz

Die Anwendung von Tellereisen ist bereits seit 1995 EU-weit verboten, der Verkauf jedoch nicht. Mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes, welches 2021 von der „GroKo“ vorgelegt wurde, sollte endlich auch ein Handelsverbot für Tellereisen beschlossen werden. Der Entwurf wurde jedoch in letzter Minute gekippt. Andere Arten von Schlagfallen dürfen in einigen Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin von Jagdausübungsberechtigten verwendet werden. In Brandenburg ist die Anwendung von sogenannten Totschlagfallen seit dem 1. Juni 2024 verboten.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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