Mutmaßlicher Puma bei München gesichtet – PETA: „Ausbruch wäre keine Überraschung – Wildtiere gehören nicht in Käfige oder Wohnzimmer“

PETA Mitarbeiterin

Tierrechtsorganisation fordert Bundesregierung auf, endlich ein Wildtierverbot zu beschließen

Einem Medienbericht zufolge soll im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding ein frei laufender Puma gesichtet worden sein. Von dem Tier soll es eine Aufnahme geben, die aktuell vom Landratsamt Erding geprüft werde. Zudem veröffentlichte das Amt eine Warnmeldung. Ob es sich tatsächlich um einen Puma handelt und woher das Tier stammt, ist bislang unklar. Die Behörden rufen dazu auf, Abstand zu dem Tier zu halten und Sichtungen umgehend der Polizei zu melden. Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, kommentiert:

„Ein Puma-Ausbruch wäre keine Überraschung, denn die Haltung von gefährlichen Tieren in Deutschland ist noch immer größtenteils erlaubt – und das ist ein Skandal. Eine Begegnung mit dem Tier könnte lebensgefährlich sein. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass bei München ein Puma unterwegs ist, wäre dies die vorhersehbare Folge einer seit Jahren komplett verfehlten Politik. Immer wieder entkommen Großkatzen aus privater Haltung, Zirkusbetrieben oder Zoos. Jeder einzelne dieser Vorfälle zeigt: Wildtiere gehören nicht in Käfige, Gehege oder Wohnzimmer. Pumas und andere Großkatzen sind Wildtiere und bleiben auch dann gefährlich, wenn sie in Gefangenschaft geboren wurden. Die Bundesregierung muss endlich handeln und die Haltung ‚exotischer‘ Tiere wie Großkatzen, Affen und Schlangen in Privathand sowie in Zirkussen verbieten. Auch in Tierparks haben die Wildtiere nichts zu suchen.“

PETA Mitarbeiterin

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Jana Hoger senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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