Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht entdeckten Kunden eines Weiterstädter Möbelhauses einen ausgesetzten Kater in einer Plastikbox. In der Box habe sich ein Zettel mit dem Namen und dem Alter des Tieres befunden. Der 19-jährige Merlin sei stark abgemagert und verdreckt gewesen. Die Finder hätten ihn beim Tierhilfeverein Kellerranch abgegeben. Dort erhalte der Kater, der unter einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse leide, nun Spezialnahrung und bei täglichen Tierarztbesuchen Infusionen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.
„Wir wollen helfen aufzuklären, wer Merlin in der Plastikbox zurückgelassen hat. Eine solche Tat bedeutet für die betroffenen Tiere nicht nur, von einem Moment auf den anderen sich selbst überlassen zu werden, sie kann schwere körperliche und psychische Leiden verursachen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wer Tiere einfach aussetzt oder mit ihnen illegal handelt, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
