Grausame Experimente, leidende Tiere und ein Leben im Labor: Anlässlich Halloweens demonstriert PETA am Freitag ab 16:30 Uhr auf dem Platz vor der Europa-Passage in Hamburg gegen Tierversuche. Das PETA Streetteam stellt dabei grausame Tierversuchsszenen nach. An einer Person im Kaninchenkostüm wird symbolisch experimentiert. Weitere Aktive liegen als „verbrauchte Labortiere“ verkleidet unter einer Plane. Das Hamburger Streetteam informiert außerdem über tierfreie Forschungsmethoden. PETA fordert den Ausstieg aus sämtlichen Tierversuchen. Die Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich oftmals nicht auf den Menschen übertragen. Rund neun von zehn Wirkstoffen, die in Tierversuchen erfolgreich getestet wurden, scheitern später am Menschen. Speziesspezifische Unterschiede zwischen Menschen und anderen Tieren spielen dabei eine große Rolle.
Details zur Aktion:
Datum: Freitag, 30. Oktober 2026
Uhrzeit: 16:30 bis 17:30 Uhr
Ort: Platz vor der Europa-Passage, Ballindamm 40 (Ecke Jungfernstieg), 20095 Hamburg
Kontakt vor Ort: Sabine Poppe (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„An Halloween verkleiden sich Menschen freiwillig als Gruselgestalten. Für Millionen Tiere in Laboren ist der Horror dagegen bittere Realität“, so Sabine Poppe, Leiterin des PETA Streetteams in Hamburg. „Wissenschaft und Forschung müssen auf tierfreie Methoden umgestellt werden. Es ist zudem wichtig, dass sich die Menschen für tierversuchsfreie Produkte entscheiden. Darüber werden wir informieren.“
Europaweit werden jedes Jahr mehrere Millionen Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet und getötet. Dazu zählen Versuche in der Grundlagenforschung und der medizinischen Forschung sowie Tests von Stoffen, die unter anderem in Kosmetika, Haushaltsprodukten und Lebensmitteln zum Einsatz kommen. Auch in deutschen Laboren werden Mäuse, Kaninchen, Fische und Primaten für die Grundlagenforschung und die Testung von Medikamenten und Chemikalien ausgebeutet und gequält. PETA kritisiert diese Versuche als ethisch nicht vertretbar.
Tierversuche sind unwissenschaftlich
Nach Angaben der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) kommen rund 95 Prozent der Medikamente, die an Tieren getestet und für sicher und wirksam befunden wurden, nicht auf den Markt.[1] Die mangelnde Übertragbarkeit der Ergebnisse vom Tier auf den Menschen ist dabei ein wichtiger Faktor.[2] Besonders deutlich zeigt sich das Problem in der Alzheimerforschung: Hier liegt die Misserfolgsquote bei der Entwicklung von Medikamenten bei rund 99,6 Prozent. [3, 4]
Wie der Ausstieg aus Tierversuchen in der Wissenschaft gelingen kann
PETAs Strategiepapier zur Modernisierung der Forschung zeigt konkret auf, wie der Ausstieg aus Tierversuchen schrittweise gelingen kann. Wie dringend ein solcher Plan ist, zeigen die jährlich veröffentlichten Zahlen der Tiere, die für wissenschaftliche Zwecke „verwendet” oder getötet werden. PETA fordert die Bundesregierung auf, einen verbindlichen strategischen Ausstiegsplan zu erarbeiten. Mit dem Research Modernisation Deal (RMD) stellt die Tierrechtsorganisation eine wissenschaftliche Grundlage dafür bereit.
Tierversuchsfreie Kosmetik erkennen
Mit dem internationalen Programm „Beauty Without Bunnies“ unterstützt PETA Verbraucher dabei, tierversuchsfreie Kosmetik- und Pflegeprodukte zu erkennen. Unternehmen auf PETAs Positivliste verpflichten sich, weltweit keine Tierversuche durchzuführen, in Auftrag zu geben oder zuzulassen. Das Logo „PETA Approved Global Animal Test Policy“ macht diese Verpflichtung sichtbar. Vegane Marken können zusätzlich entsprechend gekennzeichnet werden. Weitere Informationen bietet Kosmetik-ohne-Tierversuche.de.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
