Laut Medienberichten griffen am Mittwochmorgen ein oder mehrere Wölfe ein achtjähriges Mädchen in einem Gehege im Wildpark Johannismühle an und verletzten es schwer. Das Kind habe gemeinsam mit zwei weiteren Mädchen an einem gebuchten „Tierpflegertag“ teilgenommen und sei mit einer Mitarbeiterin im Gehege gewesen, als es zu dem Angriff kam. Ein Rettungshubschrauber brachte die Achtjährige in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und ob Fahrlässigkeit vorliegt. Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, kommentiert:
„Jedes Jahr kommt es in deutschen Zoos und Tierparks zu schweren Zwischenfällen, bei denen Menschen und Tiere Verletzungen erleiden – nur, weil Wildtiere zur Unterhaltung der Besucher zur Schau gestellt werden. 2016 brachen im Wildpark Johannismühle bereits zwei Löwen aus. Besonders bedrückend und sinnlos ist, dass in der Einrichtung Wölfe hinter Zäunen eingesperrt leben müssen, während ihre frei lebenden Artgenossen durch die umliegenden Wälder streifen. Vermutlich haben sie in den beengten Haltungsbedingungen bereits Verhaltensstörungen entwickelt und wurden dadurch unberechenbar. Hoffentlich wird der Wildpark bald von den Behörden geschlossen, auch zum Wohl anderer Tiere, die dort unter mangelhaften Umständen eingesperrt sind. Wildtiere gehören in die Freiheit und nicht hinter Gitter, wo sie ihre natürlichen Verhaltensweisen kaum ausleben können.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Das Bild von Peter Höffken senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
