Hinweise gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte vor dem Tierheim Ansbach sechs Hamster ausgesetzt. Eine Mitarbeiterin habe am Mittwoch gegen 6:40 Uhr mehrere Transportboxen vor dem Tor des Tierheims entdeckt. In ihnen befanden sich die Tiere, die teilweise in einem schlechten Zustand seien. Einem Hamster fehle ein Auge, mehrere Tiere hätten Bisswunden und kahle Hautstellen. Dies deute laut Tierheimleitung darauf hin, dass die Vierbeiner zuvor nicht artgerecht gehalten worden seien.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer für den derart schlechten Zustand der Hamster verantwortlich ist und sie dann einfach zurückgelassen hat“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der Zustand der Tiere zeigt deutlich, wie sehr sie unter den Haltungsbedingungen gelitten haben müssen. Hamster sind sensible Tiere, die eine ihren Bedürfnissen entsprechende Haltung und verantwortungsvolle Versorgung benötigen. Wer ihnen das nicht bieten kann, muss rechtzeitig Hilfe suchen. Die Tiere einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
