Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte einen Hund in einem Wald im Düsseldorfer Stadtteil Unterbach ausgesetzt. Spaziergänger entdeckten den Vierbeiner am Dienstag. Das Tier wurde an einen Baum angebunden und sein Mund mit Panzertape zugeklebt. Zudem war ihm ein sogenanntes Halti und ein Maulkorb aus Stoff umgelegt worden. Den Angaben nach sei es dem Hund nicht möglich gewesen, durch Hecheln oder Bellen auf sich aufmerksam zu machen. Die Finder entfernten das sehr fest sitzende Klebeband. Dabei wurde der Vierbeiner leicht verletzt. Mittlerweile wird das Tier im Düsseldorfer Tierheim versorgt. Dieses nimmt unter der Telefonnummer 0211-651850 Hinweise entgegen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Bitte helfen Sie mit, diese traurige Tat aufzuklären. Ohne die aufmerksamen Finder hätte der Hund nicht lange überlebt“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der herzlose Halter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und den Hund im Tierheim abgeben müssen. Ihn einfach im Wald zurückzulassen und ihm die Möglichkeit zu nehmen, auf sich aufmerksam zu machen, und damit seinen Tod in Kauf zu nehmen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.
Adoptieren statt kaufen
Hunde beim Züchter zu kaufen, verschärft die Notsituation von heimatlosen Tieren. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,6 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
