Garmisch-Partenkirchen: Hamster im Regen neben Mülltonnen „entsorgt“ – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Hinweise gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte in Garmisch-Partenkirchen einen Hamster ausgesetzt. Zwei Kinder entdeckten das überwiegend graue Tier am Freitag in einem Käfig, der in der Nähe des Bahnhofs neben Mülltonnen „entsorgt“ wurde. Vermutlich habe der Hamster die ganze Nacht bei strömenden Regen in seinem viel zu kleinen und verdreckten Käfig ausharren müssen, während der Wasserpegel stetig anstieg. Der Hamster wurde in ein Tierheim gebracht, wo er den Namen Teddy erhielt. Der Boden des Käfigs und die Trinkflasche seien rosafarben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0 88 21/91 70 entgegen.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wir möchten helfen aufzuklären, wer Teddy einfach im strömenden Regen wie Müll entsorgt und damit seinen Tod in Kauf genommen hat. Ohne die aufmerksamen Kinder wäre er sicher qualvoll in seinem Käfig ertrunken“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Hamster sind sensible Tiere, die eine ihren Bedürfnissen entsprechende Haltung und verantwortungsvolle Versorgung benötigen. Wer ihnen das nicht bieten kann, muss rechtzeitig Hilfe suchen. Die Tiere einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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