Gespenster, Hexen und Kürbislaternen: Halloween bietet Kindern viele Möglichkeiten, sich zu verkleiden, kreativ zu werden und gemeinsam zu feiern. Wer das Gruselfest zu Hause mit der Familie, im Freundeskreis oder in Freizeiteinrichtungen veranstaltet, kann bei Kostümen, Snacks und Dekoration auf Tiere Rücksicht nehmen. Denn in Kleidung, Süßigkeiten und Bastelmaterialien verstecken sich mitunter Bestandteile tierischen Ursprungs. Auch tierische Mitbewohner wie Hunde und Katzen brauchen während der Feier Aufmerksamkeit. PETAKids-Expertin Mareike Homann erklärt, worauf es bei der Vorbereitung ankommt.
„Eine Halloween-Party lässt sich mit einfachen Mitteln tierfreundlich gestalten“, so Mareike Homann. „Kinder können aus vorhandenen Kleidungsstücken eigene Kostüme basteln, gemeinsam vegane Snacks auswählen und die Dekoration selbst gestalten. So macht schon die Vorbereitung Spaß – und Kinder erfahren ganz nebenbei, wie sie auf Tiere Rücksicht nehmen können.“
So wird die Halloween-Party tierfreundlich:
- Kostüme selbst herstellen: Für eine gruselige Verkleidung braucht es weder Tierfell noch Leder, Federn, Wolle oder Seide. Aus einem alten Bettlaken wird ein Gespensterkostüm, aus Pappe eine Monstermaske. Auch vorhandene tierfreie Kleidung und Stoffreste lassen sich zu Kostümen kombinieren.
- Beim Halloween-Make-up genau hinsehen: Auch Schminke enthält mitunter Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs – beispielsweise den roten Farbstoff Karmin (E120), der aus zerquetschten weiblichen Schildläusen hergestellt wird, oder das Wollwachs Lanolin. Für die gruselige Verwandlung empfiehlt es sich deshalb, auf Produkte mit einer eindeutigen veganen Kennzeichnung zu achten.
- Vegane Snacks und Süßigkeiten auswählen: Beim Einkauf können Kinder gemeinsam mit Erwachsenen nach vegan gekennzeichneten Süßigkeiten suchen und Zutatenlisten vergleichen. In Fruchtgummi steckt beispielsweise mitunter Gelatine, andere Süßigkeiten enthalten Milchbestandteile oder Honig. Auch Lebensmittelfarben können Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten. Alternativ macht es großen Spaß, gemeinsam tierfreundliche Snacks für die Party zuzubereiten.
- Beim Dekorieren an Tiere denken: Aus Kartons, Papier und Stoffresten lassen sich Grabsteine, Fledermäuse und Gespenster basteln. Wer Klebstoffe, Farben oder Wachsmalstifte dazukauft, sollte auch hier auf vegane Produkte achten. Kerzen und kleine Dekoteile sollten so platziert werden, dass Kinder und Tiere sie nicht erreichen können. Künstliche Spinnweben eignen sich dagegen nicht: Wildtiere und Insekten können sich in den dünnen Fäden verfangen, und Katzen können das Material verschlucken.
- Tieren einen ruhigen Halloween-Abend ermöglichen: Für Hunde, Katzen und andere tierische Mitbewohner kann eine lebhafte Feier anstrengend sein. Ein Rückzugsort hilft ihnen, sich dem Trubel zu entziehen – besonders wenn es häufig an der Tür klingelt. Süßigkeiten und ihre Verpackungen sollten außer Reichweite der Tiere bleiben. Auch Kostüme für Tiere sind keine gute Idee, da sie Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken können.
PETA wünscht allen kleinen und großen Gruselfans viel Spaß bei ihrer tierfreundlichen Halloween-Party!
PETAKids ist der Fachbereich für Kinder- und Jugendbildung der Tierrechtsorganisation PETA. Er vermittelt Wissen altersgerecht und faktenbasiert und ermutigt junge Menschen im Sinne des Beutelsbacher Konsenses dazu, den gesellschaftlichen Umgang mit anderen Lebewesen kritisch zu hinterfragen. PETAKids stärkt das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für einen achtsamen und respektvollen Umgang mit allen Lebewesen. Das dazugehörige Bildungsportal bietet kostenlose Materialien wie Malvorlagen, Rätsel, Bastelanleitungen und Infos für Referate sowie Unterstützung für Eltern und Lehrkräfte durch kindgerechte Bildungsmaterialien und Workshops.
Mareike Homann ist Erlebnispädagogin und Expertin für tierethische Bildung bei PETAKids. Als begeisterte Tierfreundin bereitet sie spannende Themen kindgerecht auf und gibt kleinen und großen Tierfreunden regelmäßig Tipps zu tierischen Mitbewohnern, Wildtieren, tierfreundlicher Ernährung und zum Tierschutz.

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
