Die Hölle auf Rädern: Wer am 19. August beim SchweineMuseum und am 20. August auf dem Schlossplatz in Stuttgart unterwegs ist, kann die panischen Schreie aus dem „Hell on Wheels“ nicht überhören. PETAs realistisch gestalteter Schweinetransport-LKW, der so aussieht, als befänden sich darin lebende Tiere, spielt reale Tonaufnahmen von Schweinen ab, die auf dem Weg zum Schlachthof in Todesangst schreien. Mit der Botschaft „Stört Sie das? Dann leben Sie vegan“ konfrontiert PETA Passantinnen und Passanten mit dem Tierleid in der Fleischindustrie und ruft dazu auf, sich für eine vegane Lebensweise zu entscheiden.
Details zur 1. Aktion:
Datum: Mittwoch, 19. August 2026
Uhrzeit: 10:30 bis 11:30 Uhr
Ort: Vor dem SchweineMuseum, Schlachthofstraße 2A, 70188 Stuttgart-Ost
Kontakt vor Ort: Steffen Lenhardt (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
Details zur 2. Aktion:
Datum: Donnerstag, 20. August 2026
Uhrzeit: 16:30 bis 17:30 Uhr
Ort: Schlossplatz, vor dem Herzog-Christoph-Denkmal, Königstraße 22, 70173 Stuttgart
Kontakt vor Ort: Nico Wolf (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Für jedes Stück Fleisch wurde ein empfindungsfähiges Individuum nach einem kurzen, entbehrungsreichen Leben für seine oft stundenlange Todesfahrt in einen Transporter gezwängt“, so Streetteam-Leitung Nico Wolf. „Unser LKW ‚Hell on Wheels‘ ist ein Appell an alle Menschen, diese grausame Ausbeutung nicht mehr zu unterstützen und vegan zu leben.“
Grausame Praktiken in der Schweinehaltung
Für Schweine in der tierhaltenden Landwirtschaft beginnt das Leid lange vor ihrer Tötung. Ferkeln werden oftmals die Schwänze abgeschnitten, ihre Zähne mit Zangen gekürzt und die männlichen Tiere in einer traumatisierenden Prozedur kastriert. Nach rund sechs Monaten folgt der Transport: Auf engem Raum eingepfercht legen die Tierkinder unter massivem Stress, häufig mit Schmerzen und bei fast jeder Witterung teils Hunderte Kilometer zurück. Verletzungen, Herzinfarkte, Hitzestress, Durst und Kälte sind keine Seltenheit. Im Schlachthof betäuben Mitarbeitende die Tiere mittels Strom oder Gas. CO₂-Gas löst schmerzhafte Erstickungserscheinungen und damit einen Todeskampf aus – und auch die Strombetäubung ist fehleranfällig. Fehlbetäubungen sind an der Tagesordnung und führen dazu, dass Schweinen die Kehle bei Bewusstsein durchtrennt wird.
PETA legt strategischen Ausstiegsplan vor
Die tierhaltende Landwirtschaft tötet allein in Deutschland jedes Jahr rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [1] Eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft könnte das Leben künftiger Generationen sichern sowie die Folgen der Klimakatastrophe abmildern. PETA hat deshalb Ende Mai 2025 einen Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann. Pflanzliche Nahrungsmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen ein und können weitaus umweltschonender hergestellt werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
