Hergensweiler: Toter Dachs am Maibaum aufgehängt – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai einen toten Dachs am Maibaum in Hergensweiler aufgehängt. Das Tier wurde hoch oben an dem Baum mit Kabelbindern fixiert. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Jagdwilderei und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dabei wird auch geprüft, ob der Dachs bereits tot war, als er an dem Baum aufgehängt wurde. Hinweise nimmt die Lindeberger Polizei unter 08381/92010 entgegen.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wer ein Tier auf so entwürdigende Weise zur Schau stellt, zeigt eine verstörende Verachtung für das Leben. Dachse unterliegen derzeit der Schonzeit, daher sollte untersucht werden, woran das Tier gestorben ist – möglicherweise wurde gegen das Jagdrecht verstoßen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach dem Unbekannten unterstützen und Menschen für Übergriffe auf Tiere sensibilisieren. Wer Tiere quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Themen/Staatsanwalt
PETA.de/Aktiv/Whistleblower
PETA.de/Themen/Dachse
PETA.de/Themen/Jagd

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