Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht wurden am Montag zwei Hundebabys in Luxemburg ausgesetzt. Das erste der nur einen Tag alten Hundekinder wurde gegen 15 Uhr in einer Mülltonne am Bahnhof in Diekirch gefunden, das zweite stark geschwächt und unterkühlt gegen 16:30 Uhr auf Kirchberg in einer Hecke. Beide haben noch geschlossene Augen und sehen sich sehr ähnlich, weshalb davon ausgegangen wird, dass sie Geschwister sind. Die Tiere werden von einer fachkundigen Person versorgt, sprechen gut auf die Behandlung an, befinden sich aber noch in kritischem Zustand. Weitere Geschwister konnten nicht gefunden werden.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer die erst einen Tag alten Hundebabys so herzlos wie Müll ‚entsorgt‘ und damit ihren Tod in Kauf genommen hat“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen zum Beispiel einen Tierschutzverein direkt um Hilfe bitten müssen. Die beiden einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Tierschutzgesetz verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei erfüllen kann. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.
Adoptieren statt kaufen
PETA appelliert an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
