Illegaler Welpentransport in Peine: 14 Hundebabys und zwei schwangere Tiere gerettet – PETA fordert, Onlinehandel mit Lebewesen zu stoppen

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Einem Medienbericht zufolge hat der Zoll am Mittwoch an der A2 in Peine einen illegalen Welpenhandel aufgedeckt. Beamte fanden in einem Auto mit rumänischen Kennzeichen 14 Welpen und zwei schwangere Hündinnen. In zwei Hundeboxen im Kofferraum befanden sich die beiden werdenden Mütter sowie ein Hundebaby. Die 13 anderen Welpen entdeckten die Beamten zusammengequetscht in einer Transportbox für Tauben unter anderen Gepäckstücken zwischen Beifahrersitz und Rückbank. Alle Tiere waren bereits deutlich geschwächt und dehydriert, nicht gechippt oder gegen Tollwut geimpft. Für die etwa sechs Wochen alten Babyhunde konnte der Fahrer keine Dokumente vorlegen. Ihn erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen tierseuchen- und tierschutzrechtliche Bestimmungen. Die Hunde wurden in ein Tierheim gebracht. PETA warnt vor kriminellen Händlern im Internet und fordert die Bundesregierung auf, den Onlinehandel mit Lebewesen zu verbieten.

„Der illegale Welpenhandel ist längst zu einem lukrativen Millionengeschäft geworden und läuft ungebremst weiter: Allein auf den größten Internetplattformen werden derzeit etwa 12.000 Welpen zum Verkauf angeboten – viele davon illegal nach Deutschland oder in andere Länder gebracht. Nicht selten sind die Tiere, wie auch in diesem aktuellen Fall, viel zu jung, um von ihrer Mutter getrennt zu werden“, so Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Nach Schätzungen des EU-Parlaments werden jährlich über 500.000 Welpen innerhalb der EU gehandelt.“

Wien setzt Zeichen gegen Welpenhandel: Strafen auch für Käufer illegal gehandelter Tiere

In Wien gilt seit der letzten Tierschutzgesetznovelle, dass auch der Kauf von Welpen aus illegalem Handel unter Strafe gestellt wird. Käufer von illegal gehandelten Tieren müssen mit Strafen von bis zu 3.750 Euro rechnen. PETA appelliert an die deutsche Bundesregierung, diesem Beispiel zu folgen – denn nur so kann das Tierleid effektiv beendet werden.

Welpenhandel ist kein Einzelfall

Noch immer floriert das Geschäft mit Tierbabys über Internetportale. Händler verlangen für die Welpen häufig mehrere tausend Euro. Nach der Kontaktaufnahme über Onlineportale werden die Tiere oft mit gefälschten Heimtierausweisen an ihre neuen Halter verkauft. Häufig kommen die Hundekinder aus Osteuropa. Dort harren Hundemütter auf „Welpenfarmen“ tagtäglich, teils ohne Tageslicht, in engen Käfigen in ihren eigenen Fäkalien aus. Viele von ihnen leiden an schmerzhaften Hautkrankheiten. Die Mütter werden in ihrem kurzen Leben in dieser Branche nur für einen Zweck missbraucht: dauerhaft Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt. Ihre im Internet angebotenen Kinder sind oftmals schwer krank, verwurmt, ohne Impfschutz und voller Parasiten. Die Transporte aus fernen Ländern nach Deutschland schwächen die Welpen zusätzlich.

Um PETA bei der Aufdeckung von illegalem Welpenhandel zu unterstützen, können Verdachtsfälle direkt über die Welpenhandel-Meldeseite der Tierrechtsorganisation gemeldet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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