„Jesus“ in Pamplona mit Botschaft an katholische Kirche: Beendet die Unterstützung grausamer Stierkämpfe!

Blutverschmierter Jesus mit blutbeschmierten Stieren vor dem Rathaus in Pamplona

Heute versammelten sich ein als Jesus verkleideter Tierrechtsaktivist sowie Dutzende als blutverschmierte Stiere kostümierte PETA-Unterstützer und Mitglieder der Tierschutzorganisation AnimaNaturalis vor dem Rathaus in der spanischen Stadt Pamplona. Kurz vor dem Start des Stierlaufs im Rahmen des San Fermín Festivals forderten sie mit Schildern wie „Du sollst nicht töten“ und „Stierkampf ist eine Sünde“ die katholische Kirche auf, ihre Verbindungen zur grausamen Stierkampfindustrie zu kappen.

Blutverschmierter Jesus mit blutbeschmierten Stieren vor dem Rathaus in Pamplona
Blutverschmierter Jesus mit blutbeschmierten Stieren vor dem Rathaus in Pamplona
Blutverschmierte Stiere vor dem Rathaus in Pamplona

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„Die Stierkampfindustrie missbraucht den katholischen Glauben, um Grausamkeit zu legitimieren – und verdreht damit die Botschaft Christi von Mitgefühl und Barmherzigkeit. Nach der katholischen Lehre ist es eine Sünde, Tiere zu quälen. Dennoch werden jedes Jahr Zehntausende Stiere im Rahmen katholischer Feste erstochen, gequält und getötet“, so Mimi Bekhechi, PETAs Vizepräsidentin für Großbritannien und Europa. „Die Kirche muss dieses abscheuliche Spektakel verurteilen, das die Botschaft Christi mit Füßen tritt.“

Stierkämpfe sind unchristlich

Bei Stierkampffestivals werden zu Ehren katholischer Heiliger wie San Fermín jährlich Zehntausende Stiere getötet. In Absatz 2418 des Katechismus der katholischen Kirche heißt es eindeutig, dass Menschen „Tiere nicht unnötig leiden oder sterben lassen“ sollen. Papst Franziskus erklärte in der Enzyklika „Laudato si’“ von 2015: „Jeder Akt der Grausamkeit gegenüber einem Lebewesen ist gegen die Menschenwürde“. Doch die katholische Kirche bleibt der ritualisierten Hinrichtung von Stieren verbunden und verhöhnt damit die Lehren Christi von Barmherzigkeit und Mitgefühl. Denn häufig nehmen katholische Priester an religiösen Zeremonien in Stierkampfarenen teil und betreuen Stierkämpfer in den Kapellen der Arenen. Einige greifen sogar Stiere in Arenen an, während sie eine Soutane tragen.

In ihren natürlichen Lebensräumen sind Stiere ruhige, soziale Lebewesen, die ihre Familien beschützen und enge Bindungen zu ihnen aufbauen. Beim Stierlauf durch Pamplona werden die verängstigten Tiere durch die engen Kopfsteinpflasterstraßen gejagt. Dabei können sie gegen Absperrungen oder Mauern prallen, stürzen und sich die Beine brechen oder mit anderen Stieren zusammenstoßen. Später am Tag werden dieselben Tiere in der Stierkampfarena getötet: Sie werden mit Lanzen und harpunenähnlichen Banderillas gestochen, bevor ein Matador versucht, ihnen ein Schwert in die Lunge zu stoßen. Gelingt dies nicht, durchtrennt er mit einem Messer das Rückenmark. Die Stiere können dabei bereits gelähmt, aber noch bei Bewusstsein sein, wenn ihnen Ohren oder Schwanz als Trophäen abgeschnitten werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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