Katze in Eichstruth mit Luftgewehr beschossen: Tier stirbt – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte im Ortsteil Eichstruth der Landgemeinde Uder eine Katze mit einem Luftgewehr beschossen. In der Nacht auf Freitag, den 19. Juni, hörten Anwohner einen Knall. Anschließend fanden sie die leblose Katze, deren Körper von einem Projektil durchschossen wurde. Die Landespolizeiinspektion Nordhausen ermittelt und bittet die Bevölkerung unter der Telefonnummer 0361 5743 67 100 um Hinweise.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Die Person, die auf die Katze geschossen hat, muss schnellstmöglich ermittelt werden – bevor weitere Tiere oder womöglich auch Menschen zu Schaden kommen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Erschreckenderweise registrieren wir beinahe täglich Fälle, in denen Katzen mit Luftgewehren, Schrot oder anderen Waffen verletzt oder anderweitig misshandelt oder getötet werden – sei es durch Tritte, ätzende Substanzen oder andere Formen der Gewalt. PETA spricht sich klar für strengere Strafen bei Tierquälerei aus, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Denn wer Tieren bewusst Leid zufügt, könnte auch gegenüber Menschen nicht haltmachen.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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