Artgerecht ist nur die Freiheit: Zu Senta Dellipontis neuem Kindersong „Raus aus dem Zoo“, den sie am 17. April 2026 veröffentlicht hat, präsentieren die Kindermusikerin und PETAKids gemeinsam kostenloses Unterrichts- und Mitmachmaterial für die Grundschule oder zu Hause. Sie setzen damit ein Zeichen für die Freiheit der Tiere. Zu den Materialien gehören tierethische Lernfakten zu Gorillas, ein Quiz zum Songtext mit Reflexionsfragen sowie ein Kreativteil und Begleitmaterial für Erwachsene mit Hintergrundinformationen. Die Kinder werden eingeladen, den gesellschaftlichen Umgang mit Tieren, insbesondere im Zoo, kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied machen kann.
„Ich glaube, es gibt viele Wege des Artenschutzes, aber der Zoo ist meines Erachtens keiner. Für mich bedeutet Artenschutz, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen. Wildtiere wie Gorillas haben hochkomplexe soziale, räumliche und geistige Bedürfnisse, denen Zoos überhaupt nicht gerecht werden können“, so Senta Dellipontis. „Tierarten in Gefängnissen zu halten, nützt den Tieren nicht und auch der Natur nicht – nur vielleicht dem Menschen.“

Das Motiv kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

Das Material kann hier heruntergeladen werden.
Der Song „Raus aus dem Zoo“ handelt von Berggorilla Juna. Der Text ist inspiriert von Coco und Pucker, zwei Berggorilla-Kindern, die in den 1970er-Jahren in ihrer Heimat in Ruanda entführt und als „Wildfänge“ in den Kölner Zoo gebracht wurden. Sie überlebten nur neun Jahre ihrer Gefangenschaft, da der Zoo ihren natürlichen Bedürfnissen nicht gerecht werden konnte. Sie starben 1987 beide innerhalb von zwei Monaten. Aktuell leben keine Berggorillas mehr in deutschen Zoos. Alle vier Gorilla-Unterarten gelten als bedroht; Berggorillas sind jedoch die einzigen, deren Population durch intensive Schutzbemühungen in ihrem Lebensraum wieder zunimmt.
Senta Delliponti ist Kindermusikerin und gibt Mitmachkonzerte für Familien, bei denen sie Musik mit gesellschaftlich relevanten Themen verbindet, beispielsweise Selbstakzeptanz, Gefühle und Mobbing. Sie tourt deutschlandweit. Bekannt ist sie auch aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, wo sie von 2010 bis 2013 die Tanja Seefeld spielte und aus der Castingshow Star Search.
PETA plädiert für echten Artenschutz
Menschenaffen haben enorme Ansprüche an ihren Lebensraum und leiden Studien zufolge in Zoos häufig unter schweren Verhaltensstörungen – auch in vergleichsweise großen Zoogehegen, die für Laien akzeptabel aussehen. [1, 2] Sie können Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, in Gefangenschaft nicht oder nur schwer erlernen. Deshalb sind Auswilderungen meist unmöglich. Deutsche Zoos können auch keine solchen vorweisen. Trotzdem investieren sie regelmäßig Geld in teure und sinnlose Nachzuchtprogramme und kostenintensive Bauprojekte. Durch Maßnahmen zum Erhalt des natürlichen Lebensraums der Tiere hingegen könnten weitaus mehr Menschenaffen geschützt werden, als dies in Zoos je möglich ist. Mit einer Petition auf ihrer Kampagnenwebsite appelliert PETA deshalb an das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Gefangenhaltung und Zurschaustellung der sensiblen Tiere in Deutschland schnellstmöglich auslaufen zu lassen.
PETAKids – PETAs Bildungskampagne für Kinder und Jugendliche
Mit der Kampagne PETAKids stärkt PETA das Bewusstsein von Kindern für einen achtsamen und respektvollen Umgang mit allen Lebewesen im Sinne des Beutelsbacher Konsenses: PETAKids möchte die Kinder und Jugendlichen dazu ermutigen, den gesellschaftlichen Umgang mit anderen Lebewesen kritisch zu hinterfragen. Die Kampagne bietet dafür kostenfreie kindgerechte, fundierte Bildungs- und Informationsmaterialien, Workshops mit qualifizierten Tierrechtsreferenten sowie die Webseite PETAKids.de mit vielen tierischen Wissensangeboten und Tierschutztipps.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
