Köln-Zollstock: Zwei ausgesetzte Meerschweinchen neben Mülltonne entdeckt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

PETA Logo

Tierquäler gesucht: Laut einem Instagram-Post des Tierheims Köln-Dellbrück fand die Feuerwehr am Montag zwei ausgesetzte Meerschweinchen im Stadtteil Zollstock. Die männlichen Tiere befanden sich in einem Karton, der in einer Plastiktüte neben einer Mülltonne abgestellt wurde. Beide Meerschweinchen hatten teils so lange Krallen, dass sie schon rund gewachsen waren. Eines der Tiere hat braunes Fell, das andere ist braun-weiß. Das Tierheim nahm die beiden Meerschweinchen auf.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wir möchten helfen, aufzuklären, wer die Meerschweinchen einfach sich selbst überlassen und damit ihren Tod billigend in Kauf genommen hat“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der ehemalige Halter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Tiere auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Kontakt

Kontakt
Kopieren