Much: Hähne bei „Wettkrähen“ unter Stress gesetzt – PETA bietet Zuchtverein 500 vegane Würstchen bei Ausführung eines veganen Events

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Am 14. Mai soll in Much-Berzbach das sogenannte Hähnewettkrähen des „Rassegeflügelzuchtvereins Much 1977 e.V.“ stattfinden. PETA kritisiert die Veranstaltung, denn für die Hähne bedeutet sie erheblichen Stress. Sie werden von ihren gewohnten Gruppen getrennt, transportiert und mit fremden Tieren, Menschen und ungewohnten Geräuschen konfrontiert. Auch höhere Temperaturen können die Belastung verstärken. Die Tierrechtsorganisation hat den Verein mit Sitz in Overath Mitte April kontaktiert und gebeten, das „Wettkrähen“ abzusagen und stattdessen ein veganes Event ohne Tiere auszurichten, beispielsweise mit einem Wettkrähen unter Menschen. PETA bietet an, für ein solches Event 500 vegane Würstchen oder Nuggets bereitzustellen.

„Was hier zelebriert und zur Belustigung von Menschen genutzt wird, blendet aus, was die Hähne dabei erleben: Lärm, fremde Umgebung und eine Situation, der sie nicht entkommen können“, so Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Bei solchen Veranstaltungen landen auch häufig Tiere auf dem Grill – ein klarer Widerspruch zu der Tierliebe, die viele Vereine für sich beanspruchen. Wir appellieren an den Rassegeflügelzuchtverein Much, diese künftig mit veganen Events ohne Tier-‚Attraktionen‘ zu zeigen.“

Kritik an „Kleintierzuchtvereinen“

Sogenannte Kleintierzuchtvereine stellen auf ihren Webseiten häufig die „Erhaltung alter Rassen“ in den Vordergrund. PETA weist darauf hin, dass auch in solchen Vereinen häufig Qualzuchten sowie das Töten von Tieren, die nicht den „Zuchtstandards“ entsprechen, zum Alltag gehören. Außerdem werden die sensiblen Tiere oftmals bei belastenden Ausstellungen wie „Geflügelschauen“ präsentiert.

Zucht verschärft die Lage in Tierheimen

Zudem verschärft die Nachzucht die Situation für heimatlose Tiere. In deutschen Tierheimen warten Tausende Lebewesen auf ein neues Zuhause, zahlreiche Tierschutzvereine klagen über Aufnahmestopps. Gleichzeitig vermehren Züchterinnen und Züchter weiterhin Tiere, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu bedienen. PETA appelliert daher an alle Menschen, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Heim ein Zuhause zu schenken. Vereine wie „Rettet das Huhn“ bewahren Hennen und Hähne regelmäßig vor dem Schlachthof und suchen deutschlandweit liebevolle Plätze für die Tiere.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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