Nach Druck von PETA USA: Etsy verbietet Verkauf von Pelz

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Nach anhaltendem Druck von PETA USA und ihren internationalen Partnerorganisationen sowie Nachrichten von über 100.000 Unterstützenden verbietet der Online-Marktplatz Etsy den Verkauf von Pelz. Die Tierrechtsorganisation begrüßt diese tierfreundliche Entscheidung. In der Pelzindustrie werden Tiere mit grausamen Fallen gefangen oder in winzige Käfige gesperrt, bevor sie vergast, mit Elektroschocks getötet oder bei lebendigem Leib gehäutet werden. Mit der Verbannung von Pelz reiht sich Etsy nun bei Hunderten Marken und Händlern ein, die bereits pelzfrei sind.

„Das Verbot von Pelz auf Etsy ist ein Erfolg für die Tiere, denn hinter jedem Pelz steckt unvorstellbares Leid“, so Hanna Buehrle, Corporate Engagement Managerin bei PETA Deutschland. „Wer heute noch Pelz verkauft, vermarktet nichts anderes als Tierquälerei als Lifestyle-Produkt. Die Entscheidung zeigt, dass Pelz keinen Platz in einem verantwortungsvollen Handel haben darf. PETA fordert alle anderen Unternehmen, die noch Pelz verkaufen, auf, dem Beispiel von Etsy zu folgen und pelzfrei zu werden.“

Das Leid der Tiere in der Pelzindustrie

Jedes Jahr werden mehr als 100 Millionen Tiere für ihr Fell getötet. [1] Auf Pelzfarmen müssen beispielsweise Füchse und Nerze ihr gesamtes Leben in völlig verdreckten, winzigen Drahtgitterkäfigen verbringen, die sich schmerzhaft in die Pfoten der Tiere eingraben. All dessen beraubt, was für sie natürlich und wichtig ist, wie Rennen, Klettern, Schwimmen oder Nahrungssuche, entwickeln viele von ihnen schwerwiegende Verhaltensstörungen. Sie drehen sich beispielsweise permanent im Kreis oder verstümmeln sich selbst. Tiere wie Kojoten und Waschbären werden zudem wegen ihres Fells in freier Natur gejagt. Viele von ihnen werden in Fallen gefangen, die zuschnappen und tief in ihr Fleisch schneiden, während sie panisch versuchen, sich zu befreien. Wenn sie nicht langsam aufgrund von Blutverlust oder Infektion sterben, müssen sie oft mehrere Tage so verharren, bis der Jäger kommt und sie erschießt oder erschlägt.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Warwick, C.; Pilny, A.; Steedman, C.; Grant, R. (2023): One health implications of fur farming. Online abrufbar unter: https://www.frontiersin.org/journals/animal-science/articles/10.3389/fanim.2023.1249901/full. (09.04.2026).

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