Hund aus unzumutbarer Situation gerettet: Anfang Juni erhielt PETA den Hinweis, dass ein Hund im Landkreis Rottweil nahezu täglich und bei jedem Wetter zwischen zwei und acht Stunden vor und hinter dem Haus angebunden werde. Das Tier machte offenbar durch lautes Bellen und Jaulen immer wieder auf sich aufmerksam. Die Tierrechtsorganisation wandte sich umgehend an das zuständige Veterinäramt. Die Behörde teilte daraufhin mit, dass Maßnahmen ergriffen wurden und der Hund nicht länger angebunden wird. PETA dankt der meldenden Person und dem Veterinäramt für ihr schnelles Handeln und empfiehlt Zeugen von Tierquälerei, sich an die zuständigen Veterinärbehörden oder an PETA zu wenden.
„Einen Hund dauerhaft angebunden zu halten, ist laut Tierschutzhundeverordnung verboten“, so Monic Moll, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei PETA. „Wir freuen uns, dass die Behörde hier so schnell gehandelt und das Tier aus der Situation befreit hat. Es ist erschreckend, wie häufig uns ähnliche Meldungen erreichen. Viele nehmen Hunde bei sich auf, ohne deren Bedürfnisse zu kennen, und behandeln sie wie Gegenstände, die man in die Ecke stellt, wenn sie lästig werden.“
Tierrechtsorganisation meldet Hunderte Fälle jährlich
Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei und kontrolliert, ob und wie diese daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während vielerorts in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Veterinärämter, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht umfänglich umsetzen.
Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde oder an PETA wenden. Es ist ratsam, Beobachtungen detailliert und sachlich zusammenzufassen. Besonders hilfreich sind Bild- und Videomaterial. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Menschen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter Tierquälerei.de/Tierquälerei-melden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
