Ende April erhielt PETA den Hinweis auf einen Hund, der nach Angaben des Whistleblowers bei jedem Wetter auf dem Hof an der Kette gehalten worden sein soll. Die Tierrechtsorganisation wandte sich umgehend an das zuständige Veterinäramt im Landkreis Wolfenbüttel. Nun teilten die Behörde und die meldende Person mit, dass die Kettenhaltung beendet wurde. PETA dankt der meldenden Person und dem Veterinäramt für ihr schnelles Handeln und empfiehlt Zeugen von Tierquälerei, sich an die zuständigen Veterinärbehörden oder an die Tierrechtsorganisation zu wenden.
„Einen Hund angebunden zu halten, ist laut Tierschutzhundeverordnung verboten“, so Monic Moll, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei PETA. „Wir freuen uns, dass die Behörde hier so schnell gehandelt und den Hund aus der Situation befreit hat. Es ist erschreckend, wie häufig uns ähnliche Meldungen erreichen. Viele sehen Hunde noch immer als Besitz an, nicht als fühlende Lebewesen.”
Tierrechtsorganisation meldet Hunderte Fälle jährlich
Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei und kontrolliert, ob und wie diese daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während vielerorts in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Veterinärämter, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht umfänglich umsetzen.
Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde oder an PETA wenden. Es ist ratsam, Beobachtungen detailliert und sachlich zusammenzufassen. Besonders hilfreich sind Bild- und Videomaterial. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Zeugen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter Tierquälerei.de/Tierquälerei-melden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
