Neues PETA-Video: Schlangen in Vietnam für „Luxusprodukte“ durch Aufpumpen getötet

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Hanoi / Stuttgart, 2. März 2021 – Eine aktuelle Recherche von PETA Asien auf einer Farm in Vietnam, die Schlangenhäute an die globale Lederindustrie liefert, deckt schreckliche Tierquälerei auf: Unter anderem werden den Tieren Mund und Anus mit Gummibändern verschlossen und ihre Körper dann mit einem Luftkompressor aufgepumpt – dabei wird das Herz der Schlangen zerdrückt und sie durchleben unvorstellbare Schmerzen. Schon in den vergangenen Jahren wurde immenses Tierleid für Exotenleder aufgedeckt: So veröffentlichte PETA etwa schockierende Aufnahmen aus zwei Krokodilfarmen, die in Verbindung mit LVMH standen, und von einem großen Straußen-Schlachtunternehmen, das an Louis Vuitton lieferte. Da auch LVMH noch immer Profit aus dem Leid und Tod von Schlangen schlägt, fordert die Tierrechtsorganisation das Unternehmen nun erneut auf, Exotenleder umgehend aus dem Sortiment zu streichen.

Die aktuellen Aufnahmen von PETA Asien zeigen, dass sich der Schwanz einer Schlange während des Aufpumpens noch bewegt. Somit sind die Pythons möglicherweise noch am Leben, wenn Arbeiter ihnen die Haut abziehen und sie ausweiden. Der Augenzeuge sah zu keiner Zeit, dass jemand die Vitalfunktionen der Tiere überprüfte, bevor sie getötet wurden. Bis zur Tötung sind die Schlangen in verdreckte kleine Drahtkäfige gesperrt, ohne Wasser, Nahrung und jegliche Beschäftigung. Als PETA Asiens Augenzeuge erfuhr, dass viele der Schlangen Milben hatten, fragte er nach einer tierärztlichen Behandlung. Ein Arbeiter antwortete: „Was soll das bringen? Wir häuten sie doch eh.“

„Statt grüne Urwälder und Sümpfe zu erforschen, an die sie so stark angepasst sind, und all die Sinnesreize zu erleben, werden Schlangen für ihre Haut von der Lederindustrie in dreckige Käfige gesperrt, wie Ballons aufgepumpt und bei lebendigem Leib gehäutet“, so Jason Baker, Senior Vice President bei PETA Asien. „PETA appelliert an alle Menschen, diese schreckliche Tierquälerei abzulehnen, indem sie niemals Produkte aus Exotenleder kaufen.“

PETA Asien erhielt zudem erst vor kurzem Videomaterial, das zeigt, wie ein Farmer die Tötung eines Krokodils demonstriert. Zu sehen sind haufenweise übereinandergestapelte Tiere mit zugebundenen Mündern – in Säcke gewickelt, damit sie sich nicht bewegen können. Ein Arbeiter läuft rücksichtslos über die Tiere hinweg und betäubt sie unzureichend, bevor andere Arbeiter sie mit einer Metallklinge aufschlitzen. Trotz der versuchten Betäubung bewegen sich die Krokodile noch, während die Arbeiter anfangen, sie zu töten.

Erst kürzlich hatte PETA USA Louis Vuitton eine Klage wegen Verbrauchertäuschung angedroht, nachdem der CEO des Unternehmens behauptet hatte, die für seine Exotenlederprodukte getöteten Tiere würden „human gezüchtet“. Dabei konnten schon frühere Veröffentlichungen von PETA und ihren internationalen Partnerorganisationen beweisen, wie grausam in einigen Zulieferbetrieben des Unternehmens mit Krokodilen und Straußen umgegangen wird. Eine PETA-Videoenthüllung umfasste Aufnahmen aus zwei Betrieben, die LVMH mit Tierhäuten belieferten. In einem davon wurden rund 5.000 Krokodile in kleinen Betongehegen gehalten, die teils nicht einmal so breit waren wie die Tiere lang. In dem anderen Betrieb waren Krokodile gezwungen, in völlig überfüllten Betongruben auszuharren.

Videoaufnahmen von PETA USA aus dem weltgrößten Straußen-Schlachtunternehmen zeigen ebenfalls schreckliche Tierquälerei. Eines der Unternehmen belieferte zum damaligen Zeitpunkt Louis Vuitton mit Straußenleder. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Arbeiter die völlig verängstigten Vögel in Betäubungsboxen drängen, wobei viele in Panik stürzen, und ihnen dann die Kehlen aufschlitzen. Die Strauße, die als nächste an der Reihe sind, müssen mitansehen, wie ihre Artgenossen getötet werden. Außerdem konnten Arbeiter dabei beobachtet werden, wie sie Strauße während des Transports zum Schlachthaus ins Gesicht schlugen.

Zahlreiche führende Designer haben Exotenleder in den letzten Jahren bereits aus ihren Kollektionen verbannt, darunter Chanel, Tommy Hilfiger, Calvin Klein, Karl Lagerfeld, HUGO BOSS, Victoria Beckham und Diane von Furstenberg.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Erneut wurde immenses Tierleid für Exotenleder aufgedeckt. / © PETA Asia

Diese Motive und weiteres Bildmaterial stehen hier zum Download zur Verfügung und können für Berichterstattungen verwendet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Exotenleder-Python-Krokodil

PETA.de/Aktiv/Louis-Vuitton-Petition

Pressekontakt:

Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]

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