Oberhaching: Katze verstümmelt und fast vollständig enthauptet – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise und erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt

Tote, verstümmelte, schwarze Katze

Der Katze Grizzley wurde der Kopf fast vollständig abgetrennt, der Kiefer gebrochen und der Schwanz abgeschnitten. / © Private Tierhilfe e. V.

Hinweise gesucht: Laut dem „Private Tierhilfe e. V.“ wurde am Sonntag, dem 27. Oktober, gegen 8 Uhr in Oberhaching  eine tote und massiv verstümmelte Katze entdeckt. Die Leiche der 16-jährigen Vierbeinerin „Grizzley“ wurde offenbar quer über den Kirchweg gelegt. Der Katze wurde der Kopf fast vollständig abgetrennt, sodass dieser nur noch über ein kleines Stück Haut mit dem Körper verbunden ist. Zudem wurde ihr der Kiefer gebrochen und der Schwanz sowie stellenweise das Fell am Schwanzansatz abgeschnitten. Die Tierklinik bestätigte, dass die schweren Verletzungen der Vierbeinerin nicht auf einen Unfall zurückzuführen seien, sondern die Katze auf grausame Weise getötet wurde. PETA hat heute gegen die unbekannten Täter bei Staatsanwaltschaft München I Strafanzeige erstattet.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei, beim Private Tierhilfe e.V. unter [email protected] oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Es handelt sich hierbei um einen Fall von extremster Tiermisshandlung. Die erschreckenden Bilder deuten auf eine äußerst  grausame Tat und einen skrupellosen Täter hin. Die Katze Grizzley muss furchtbares erlebt haben“, so Lisa Bechtloff, Fachreferentin bei PETA. „Hier muss alles getan werden, um diesen Täter schnellstmöglich zu finden und zu stoppen, bevor weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen. Wer Tiere quält, schreckt auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

Tote, verstümmelte, schwarze Katze

Der Katze Grizzley wurde der Kopf fast vollständig abgetrennt, der Kiefer gebrochen und der Schwanz abgeschnitten. / © Private Tierhilfe e. V.

Dieses Foto steht hier zum Download zur Verfügung.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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