Osteel: Unbekannte misshandeln Kalb – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

PETA Logo

Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte auf einem Anwesen am Osteeler Altendeich ein Kalb misshandelt. Dem Tierkind wurden zwischen dem 6. und dem 16. März auf dem frei zugänglichen Hofgelände die Ohrspitzen abgetrennt. Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04931-9210 bei der Polizei zu melden.

PETA setzt erneut Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wir wollen helfen aufzuklären, wer dem Kalb diese grausamen Verletzungen zugefügt hat“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Doch leider sind Gewalt und Misshandlungen gegen Rinder in Deutschland keine Ausnahme, sondern Alltag – vor allem in Betrieben, die Tiere für die Lebensmittelproduktion halten und ausbeuten. Wer dieses Leid verhindern will und Kälber nicht schmerzhaft von ihren Müttern trennen will, lebt vegan.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

Kontakt

Kontakt
Kopieren