Einem Medienbericht zufolge ist am Montagmittag in der Carrer de la Carnisseria im Zentrum von Palma ein vor eine Kutsche gespanntes Pferd plötzlich zusammengebrochen. Während das Tier mehrere Minuten regungslos auf dem Boden lag, machten die fünf im Gefährt sitzenden Touristen keine Anstalten, dem Pferd zu helfen. Auch der Kutscher wirkte ratlos und schien sich nicht zu bemühen, das Tier wieder auf die Beine zu bringen. Den Angaben zufolge befand sich das Gespann in einer nicht autorisierten Zone, deren Boden für Pferde besonders rutschig sei. Erst am Samstag kollabierte ein weiteres, stark erschöpftes Pferd in Palma. Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA kommentiert:
„Die hohen Temperaturen auf der Insel, Lärm und Verkehrschaos bedeuten für die sensiblen Fluchttiere enormen psychischen und körperlichen Stress – immer wieder kollabieren sie vor Erschöpfung. Diese wiederholten Zusammenbrüche von Pferden vor Touristenkutschen auf Mallorca sind längst keine tragischen Einzelfälle mehr – sie sind Ausdruck einer menschengemachten, systematischen Tierquälerei. Solange die Tiere Touristen durch die überfüllten Straßen Palmas ziehen müssen, macht sich Mallorca für massives Tierleid verantwortlich. Wir fordern die Balearische Regierung auf, Kutschfahrten zum Schutz der Tiere endgültig zu verbieten. Und auch Urlaubende müssen Verantwortung übernehmen: Wer für eine Fahrt in der Kutsche bezahlt, bezahlt auch das Leid der Pferde.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
