Mensa TU Veggie 2.0 des StudierendenWERKs Berlin erreicht Spitzenplatz
Die pflanzliche Ernährung ist an deutschen Hochschulen angekommen. Im Mensa-Ranking der Tierrechtsorganisation PETA erreichten in diesem Jahr 35 von 57 bewerteten Hochschulmensen und Studierendenwerken die Gold-Kategorie. Das zeigt: Vegane Angebote gehören an vielen Universitäten inzwischen zum gastronomischen Standard. Die Mensa TU Veggie 2.0 des StudierendenWERKs Berlin erzielt dabei die Spitzenplatzierung: Mit 100 von 100 möglichen Punkten teilt sie sich gemeinsam mit der Mensa Rote Bete des Akademischen Förderungswerks Bochum den bundesweit ersten Platz.
„Immer mehr Hochschulen erkennen, dass pflanzliche Verpflegung nicht nur den Tieren zugutekommt, sondern auch Klima und Umwelt schont und den Bedürfnissen vieler Studierender gerecht wird“, so Tobias Schaylo, Senior Corporate Engagement Manager bei PETA. „Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Mensen vegane Gerichte inzwischen selbstverständlich in ihr Angebot integrieren und deren Ausbau strategisch vorantreiben.“
Vollständig veganes Konzept überzeugt auf ganzer Linie
Als vollständig vegane Hochschulmensa nimmt die TU Veggie 2.0 bundesweit eine Sonderrolle ein. Mit ihrem konsequent pflanzlichen Konzept zeigt sie, wie erfolgreich moderne Hochschulgastronomie ohne Produkte tierischen Ursprungs umgesetzt werden kann. Die Einrichtung erreichte die Höchstwertung von 100 Punkten und zählt damit zu den vegan-freundlichsten Mensen Deutschlands. Besonders positiv bewertet wurden das vollständig vegane Speisenangebot, die hohe Angebotsvielfalt, die transparente Kennzeichnung aller Speisen sowie die konsequente Ausrichtung auf pflanzliche Ernährung. Die TU Veggie 2.0 macht vegane Verpflegung für Studierende sichtbar, zugänglich und selbstverständlich.
Neues Bewertungssystem
Für das Hochschul-Mensa-Ranking 2026 hat PETA ihr Bewertungssystem weiterentwickelt und auf vier zentrale Kriterien fokussiert. So konnten die teilnehmenden Mensen ihre Angaben einfacher erfassen und die Ergebnisse noch besser verglichen werden. Bewertet wurden das vegane Speisenangebot, die Preisgestaltung, Transparenz und Kennzeichnung sowie erstmalig die Zukunftsstrategie der Einrichtungen. Die Bewertung erfolgte auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in die Kategorien Gold, Silber und Bronze unterteilt.
Pflanzliche Angebote werden immer mehr zum Standard
Die Ergebnisse zeigen eine erfreuliche Entwicklung: 35 Einrichtungen erreichten die Gold-Kategorie, 19 die Silber-Kategorie und drei die Bronze-Kategorie. Viele Hochschulmensen bieten inzwischen täglich mehrere vegane Gerichte an, kennzeichnen pflanzliche Optionen klar und schaffen Preisvorteile gegenüber nicht-veganen Gerichten. Zahlreiche Studierendenwerke setzen zudem auf Aktionswochen, neue Rezeptentwicklungen und langfristige Ausbaupläne.
Eine aktuelle Studie zeigt zudem, dass pflanzliche Gerichte besonders häufig gewählt werden, wenn sie als Standardoption angeboten werden. Werden Gerichte mit tierischen Produkten nur auf Nachfrage ausgegeben, entscheiden sich Studierende in der überwiegenden Mehrheit der Fälle für die pflanzliche Variante. [1]
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
